Gesellschaftskritische Liebe?
"Ich habe nicht aufgehört, an mich zu glauben, ich habe gerechnet, kalkuliert und meine realen Chancen erkannt." (S. 109)
Zwei Menschen, zwei komplett unterschiedliche Lebensrealitäten. Michelle hat nur noch ihren Bruder und lebt (und denkt) von Monat zu Monat. Nachdem sie ihren Traum vom Schmuckgeschäft aus finanziellen Gründen aufgeben muss, arbeitet sie an einer Hotelrezeption. Sie lernt Henry kennen, der reicher ist als jeder Mensch, den sie kennt. Mit Hunderttausend auf dem Konto kennt er Geldsorgen nur aus der Ferne.
Die beiden lernen sich kennen - und lieben. Doch kann es halten, wenn zwischen ihren Lebensrealitäten Welten liegen? Können sie einander verstehen und die jeweiligen Sorgen des anderen nachvollziehen?
Für mich war es das erste Buch von Ruth-Maria Thomas und ich kann absolut verstehen, warum sie so viele begeisterte Leser*innen hat. In der ersten Hälfte hatte ich ein paar leichte Startverzögerungen, doch ab zweiten Hälfte habe ich das Buch wirklich gerne gelesen.
Es beleuchtet den Klassenunterschied sehr gut, schrammt dabei immer sehr nah an der Grenze zum Klischee und überschreitet sie zuweilen. Zeitgleich habe ich sehr gefühlt, wie verzweifelt Michelle war und wie naiv Henry. Die Figurenzeichnung ist für mich auf jeden Fall geglückt, ich habe mir einige schöne Stellen im Buch markiert.
Besonders gut gefallen haben mir auch die eingewobenen Rechnungen, die die Unterschiede der beiden gut aufgezeigt haben. Über das Ende der Erzählung denkt man auf jeden Fall noch eine Weile nach, und das mag ich immer sehr.
Für mich persönlich zwar kein großes Highlight, dennoch ein sehr empfehlenswertes Buch! Ich bin jetzt umso gespannter auf die Vorgängerin, die schönste Version, die ich sehr bald nachlesen will.
Ein gesellschaftskritischer Roman, der mich in der zweiten Hälfte überzeugen konnte!
4/5 Sterne
Zwei Menschen, zwei komplett unterschiedliche Lebensrealitäten. Michelle hat nur noch ihren Bruder und lebt (und denkt) von Monat zu Monat. Nachdem sie ihren Traum vom Schmuckgeschäft aus finanziellen Gründen aufgeben muss, arbeitet sie an einer Hotelrezeption. Sie lernt Henry kennen, der reicher ist als jeder Mensch, den sie kennt. Mit Hunderttausend auf dem Konto kennt er Geldsorgen nur aus der Ferne.
Die beiden lernen sich kennen - und lieben. Doch kann es halten, wenn zwischen ihren Lebensrealitäten Welten liegen? Können sie einander verstehen und die jeweiligen Sorgen des anderen nachvollziehen?
Für mich war es das erste Buch von Ruth-Maria Thomas und ich kann absolut verstehen, warum sie so viele begeisterte Leser*innen hat. In der ersten Hälfte hatte ich ein paar leichte Startverzögerungen, doch ab zweiten Hälfte habe ich das Buch wirklich gerne gelesen.
Es beleuchtet den Klassenunterschied sehr gut, schrammt dabei immer sehr nah an der Grenze zum Klischee und überschreitet sie zuweilen. Zeitgleich habe ich sehr gefühlt, wie verzweifelt Michelle war und wie naiv Henry. Die Figurenzeichnung ist für mich auf jeden Fall geglückt, ich habe mir einige schöne Stellen im Buch markiert.
Besonders gut gefallen haben mir auch die eingewobenen Rechnungen, die die Unterschiede der beiden gut aufgezeigt haben. Über das Ende der Erzählung denkt man auf jeden Fall noch eine Weile nach, und das mag ich immer sehr.
Für mich persönlich zwar kein großes Highlight, dennoch ein sehr empfehlenswertes Buch! Ich bin jetzt umso gespannter auf die Vorgängerin, die schönste Version, die ich sehr bald nachlesen will.
Ein gesellschaftskritischer Roman, der mich in der zweiten Hälfte überzeugen konnte!
4/5 Sterne