Gesellschaftskritischer Liebesroman

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fibelleser Avatar

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Ich habe das erste Mal ein Buch von Ruth - Maria Thomas gelesen. Anfangs hat mich ihr Roman „Die zweitgrößte Liebe“ gefesselt. Der kurze Prolog macht neugierig. Ich wollte unbedingt wissen, was mit Michelle passiert ist. Und so erzählt die Autorin in der Rückblende die Geschichte, eigentlich sind es zwei Geschichten, die von Michelle und die von Henry.
Am Ende ist für mich auch der Titel nicht wirklich schlüssig.
Die beiden Protagonisten stammen aus ganz unterschiedlichen familiären Verhältnissen. Michelle wächst mit ihrem Bruder bei der alleinerziehenden Mutter auf. Sie hat kaum Zeit für die Kinder, arbeitet im Pflegeheim und stirbt früh an Krebs. Dennoch schafft es Michelle sich einen eigenen Laden aufzubauen. Leider muss sie ihn coronabedingt wieder aufgeben, bleibt auf ihren Schulden sitzen und beginnt in in einer fremden Stadt einen Job im Hotel.
Henry wächst mit seiner Schwester wohlbehütet in einer intakten reichen Familie auf, hat einen tollen Job und muss sich keine Sorgen machen.
Diese beiden Figuren lernen sich kennen und lieben. Die Konflikte dieser Liebe werden für mich zu oberflächlich behandelt. Letztendlich kann keiner von beiden über seinen Schatten springen und den anderen verstehen.