Irgendwie unnahbar

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INHALT
Ich habe das Gefühl die Einzige zu sein, die nicht völlig hyped mit Michelle und Henry ist. Zwei Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Welten treffen aufeinander. Michelle lebt in Armut, jeder Cent musste zwei Mal umgedreht werden. Henry hingegen lebt ohne finanzielle Sorgen. Die Frage ist, ob die Liebe zwischen ihnen funktionieren kann? Ein Buch über soziale Ungleichheit und Macht. Über Liebe - und die Möglichkeit von Liebe in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten.

„Der Job ist unter deinem Niveau. Er versuchte, so entschlossen wie möglich zuzuschauen. Ich glaube, du denkst in Wahrheit, der Job ist unter deinem Niveau, Henry. Find ich damit ab, dass dieser Job genau das ist: mein verficktes Niveau.“ Seite 242

EINDRUCK UND FAZIT
Nach dem Debüt der Autorin waren die Erwartungen sehr hoch - wobei ich immer versuche, sie nichts zu hoch werden zu lassen, denn sonst ist man vielleicht enttäuscht. Schreibstil und Ton des Buches hat mir ebenso gut wie das erste Buch gefallen. In diesem bin ich nicht ganz warm geworden mit den Protagonisten. Die eine klassisch bei alleinerziehenden Mutter großgeworden und der andere bei Nannys geparkt. Versteht mich nicht falsch, es läuft sicherlich genau so - aber irgendwie hat es mich nicht erreicht. Manchmal, und das haben wir alle schon festgestellt, ist es mir einfach zu zart gezeichnet - dann bleibt es so oberflächlich (vielleicht weil die Tiefe mir unklar bleibt). Ich bin während des Lesens immer weggedriftet - kein gutes Zeichen. Vielleicht auch nicht der richtige Zeitpunkt. Who knows. Zusammengefasst: das erste Buch der Autorin hat mich (bei ähnlich zärtlichem Schreibstil) mehr erreichen können. Dennoch finde ich die Thematik des Buches spannend!

„Er brauchte sie, damit es funkelte. Und sie brauchte ihn, um ungestört funkeln zu können.“ Seite 267