Klassenunterschiede und die Liebe

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linda.konig12 Avatar

Von

„Die zweitgrößte Liebe“
Von Ruth-Maria Thomas

„ist das meine Welt, fragte sie sich,…“

Direkt durchgelesen… innerhalb von zwei Tagen.
Das ist mir schon lang nicht mehr passiert… konnte einfach nicht aufhören.
Und wie schon beim letzten Roman von Ruth-Maria hatte ich immer das Gefühl: Gleich passiert was Schlimmes.
Es wabert die ganze Zeit. In dieser perfekten Welt schlägt gleich der Blitz ein.

Und wie erwartet, bleibt es auch nicht bei einer Sicht auf die Dinge. Die Seiten werden genau beleuchtet. Beim Lesen schwanke ich mit meiner Meinung hin und her. Ich verurteile nicht und sehe all die Gedanken und Gefühle, Beweggründe der Figuren. Das ist die große Erzählkunst der Autorin.

Da ist Verständnis für Figuren und ermöglicht ehrliches Kennenlernen.

Michelle und Henry haben sich kennengelernt, eine Liebesgeschichte entsteht. Sie zieht bei ihm ein. Geht in sein Leben rein.
Versucht ihm seine Herkunft zu beschreiben, er hört zu, kann es aber nicht verstehen.
Und ja… dieser Roman handelt von großen Herkunftsunterschieden und davon, ob die Liebe das einfach ausklammern kann.
Benötigt es eine intensive Auseinandersetzung damit? Die beiden versuchen es.

Und natürlich schlägt da auch der Blitz ein. Wie erwartet und irgendwie auch erhofft.

Ein ganz großartiger Roman, der mich erschüttert hat, nachdenklich stimmt und mir wieder einmal zeigt, wie das Leben auch sein kann.
Danke, Ruth-Maria… da hast du einen Knaller hingelegt. Noch einmal.