Kluger Roman als Einladung zum Perspektivwechsel
Das Buch erzählt von Mishelle, gescheitert mit Ihrem Schmuckladen und Ihrem Versuch sich mit einem Leben und einer Beziehung anzufreunden, die von Nähe, Unsicherheit und Erwartungen Grenzen geprägt ist. Dabei geht es nicht nur um Liebe, sondern auch um Herkunft und gesellschaftliche Unterschiede.
Ruth-Maria Thomas schreibt unglaublich klug und präzise. Hier sitzt wirklich jedes Wort, nichts wirkt zufällig oder überflüssig. Ich verstehe sehr gut, warum so viele Menschen dieses Buch lieben.
Und trotzdem konnte ich zu den beiden Protagonisten keine starke Verbindung aufbauen. Ich verstehe Mishelles Ängste und Gedanken, konnte ihre Entscheidungen und vor allem ihr Nichteinlassen auf die Beziehung aber nicht immer nachvollziehen. Für mich wirkten Themen wie Klassenunterschiede und Standesdenken teilweise fast vorgeschoben – als würde Mishelle sie nutzen, um ihre eigenen Ängste und Entscheidungen vor sich selbst zu rechtfertigen.
Gerade das macht das Buch aber auch spannend. Es zwingt einen immer wieder dazu, die eigene Sichtweise zu hinterfragen und Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es regt sehr zum Nachdenken an, ohne dabei zu schwer zu sein. Nur wenige Bücher schaffen einen solchen gedanklichen Perspektivwechsel mit so viel Leichtigkeit.
Für mich deshalb kein Buch, zu dessen Figuren ich eine tiefe emotionale Bindung aufgebaut habe – aber definitiv eines, das im Kopf bleibt.
Ruth-Maria Thomas schreibt unglaublich klug und präzise. Hier sitzt wirklich jedes Wort, nichts wirkt zufällig oder überflüssig. Ich verstehe sehr gut, warum so viele Menschen dieses Buch lieben.
Und trotzdem konnte ich zu den beiden Protagonisten keine starke Verbindung aufbauen. Ich verstehe Mishelles Ängste und Gedanken, konnte ihre Entscheidungen und vor allem ihr Nichteinlassen auf die Beziehung aber nicht immer nachvollziehen. Für mich wirkten Themen wie Klassenunterschiede und Standesdenken teilweise fast vorgeschoben – als würde Mishelle sie nutzen, um ihre eigenen Ängste und Entscheidungen vor sich selbst zu rechtfertigen.
Gerade das macht das Buch aber auch spannend. Es zwingt einen immer wieder dazu, die eigene Sichtweise zu hinterfragen und Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es regt sehr zum Nachdenken an, ohne dabei zu schwer zu sein. Nur wenige Bücher schaffen einen solchen gedanklichen Perspektivwechsel mit so viel Leichtigkeit.
Für mich deshalb kein Buch, zu dessen Figuren ich eine tiefe emotionale Bindung aufgebaut habe – aber definitiv eines, das im Kopf bleibt.