Sehr fesselnd ...
DIE ZWEITGRÖẞTE LIEBE
Ruth-Maria Thomas
ET: 30.07.26
„Ich musste immer gucken, wo ich bleibe, ich bin zu abgelenkt, ich glaub, ich kann nicht >einfach so< lieben um der Liebe willen, ich …“ (S. 235)
Michelle arbeitet im Norden in einem großen Luxushotel. Doch sie hat keinen festen Arbeitsvertrag und ist jederzeit kündbar. An ihre Schulden mag sie gar nicht erst denken. Dabei lief doch alles so gut damals, in der Stadt im Osten der Republik. Dort hatte sie sich einen kleinen Laden aufgebaut, stellte Silberschmuck her und verkaufte ihn. Ihr Schmuck kam gut an und sie dachte, dass sie zum ersten Mal Glück im Leben hätte. Sie nahm einen Kredit auf, renovierte ihren Laden – und dann kam die Pandemie.
Doch auch jetzt, trotz ihres Jobs im Luxushotel, hören die Existenzängste nicht auf. Im Gegenteil: Sie hat Angst, dass alles noch schlimmer werden könnte und sie irgendwann, wie das Pärchen am Hauptbahnhof, auf der Straße landen würde. Und dann lernt sie ihn kennen: Henry. Einen Mann, der ihre Nöte überhaupt nicht kennt. Der mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde und zu dem sie eigentlich überhaupt nicht passt.
Ob die Liebe Zukunft hat und ob Michelle sich auf die zweitgrößte Liebe ihres Lebens einlassen kann – und zu welchem Preis –, müsst ihr wie immer selbst herausfinden.
Ein Roman über Herkunft, gesellschaftliche Unterschiede und all die Zwänge, die damit einhergehen und in dessen Mittelpunkt eine Protagonistin steht, die es einem nicht leicht macht. Ruth-Maria Thomas zeichnet Michelle messerscharf und schonungslos. Oft habe ich ihre Entscheidungen hinterfragt, und trotzdem konnte ich mich ihrer Geschichte nicht entziehen. Wegen Thomas’ eindringlichem Schreibstil und ihrer Ehrlichkeit bin ich förmlich durch die Seiten geflogen.
Für mich ein sehr gutes Buch, das ich euch gerne empfehlen möchte.
4,5/5
Ruth-Maria Thomas
ET: 30.07.26
„Ich musste immer gucken, wo ich bleibe, ich bin zu abgelenkt, ich glaub, ich kann nicht >einfach so< lieben um der Liebe willen, ich …“ (S. 235)
Michelle arbeitet im Norden in einem großen Luxushotel. Doch sie hat keinen festen Arbeitsvertrag und ist jederzeit kündbar. An ihre Schulden mag sie gar nicht erst denken. Dabei lief doch alles so gut damals, in der Stadt im Osten der Republik. Dort hatte sie sich einen kleinen Laden aufgebaut, stellte Silberschmuck her und verkaufte ihn. Ihr Schmuck kam gut an und sie dachte, dass sie zum ersten Mal Glück im Leben hätte. Sie nahm einen Kredit auf, renovierte ihren Laden – und dann kam die Pandemie.
Doch auch jetzt, trotz ihres Jobs im Luxushotel, hören die Existenzängste nicht auf. Im Gegenteil: Sie hat Angst, dass alles noch schlimmer werden könnte und sie irgendwann, wie das Pärchen am Hauptbahnhof, auf der Straße landen würde. Und dann lernt sie ihn kennen: Henry. Einen Mann, der ihre Nöte überhaupt nicht kennt. Der mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde und zu dem sie eigentlich überhaupt nicht passt.
Ob die Liebe Zukunft hat und ob Michelle sich auf die zweitgrößte Liebe ihres Lebens einlassen kann – und zu welchem Preis –, müsst ihr wie immer selbst herausfinden.
Ein Roman über Herkunft, gesellschaftliche Unterschiede und all die Zwänge, die damit einhergehen und in dessen Mittelpunkt eine Protagonistin steht, die es einem nicht leicht macht. Ruth-Maria Thomas zeichnet Michelle messerscharf und schonungslos. Oft habe ich ihre Entscheidungen hinterfragt, und trotzdem konnte ich mich ihrer Geschichte nicht entziehen. Wegen Thomas’ eindringlichem Schreibstil und ihrer Ehrlichkeit bin ich förmlich durch die Seiten geflogen.
Für mich ein sehr gutes Buch, das ich euch gerne empfehlen möchte.
4,5/5