So möchte ich alle Bücher lesen!
Von der ersten Seite an war ich von dieser Geschichte fasziniert. Jeder Satz sitzt, kein Wort ist überflüssig. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Ich bin diesmal überhaupt nicht zum Markieren von Lieblingsstellen gekommen – so eilig hatte ich es zu erfahren, ob es für Michelle und Henry ein Happy End geben wird.
Die beiden Protagonisten sind Anfang 30 und stammen aus unterschiedlichen Milieus. Michelle kommt aus einfachen Verhältnissen und muss sich nach dem Tod ihrer alleinerziehenden Mutter allein durchs Leben kämpfen. Ihr Plan mit dem Schmuckladen geht leider nicht auf. Deshalb lässt sie alles hinter sich und wagt einen Neustart – mit nichts als Schulden im Gepäck. Durch Zufall lernt sie Henry kennen, der aus sehr wohlhabenden Verhältnissen stammt.
Obwohl die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten, wünscht man sich, dass sie zusammenbleiben. Sie geben einander viel und lassen sich wahrhaftig aufeinander ein. Die große Anziehung zwischen ihnen ist deutlich spürbar. Doch die Grenze zwischen Liebe und Abhängigkeit bzw. zwischen Sicherheit und Selbstbestimmung ist schmal. Die Autorin zeigt die Kluft zwischen den Lebenswelten der beiden sehr eindringlich. Dabei verhandelt sie ganz nebenbei so viele Themen: soziale Klassenunterschiede, Chancenungleichheit, Identität und Herkunft.
Ich mochte den Schreibstil von Ruth-Maria Thomas sehr: leise und gleichzeitig direkt, roh und psychologisch tiefgehend. Die Charaktere sind markant gezeichnet, ohne dass die Autorin bei ihrer Beschreibung Partei ergreift.
Auch der zweite Roman der Autorin überzeugt mich auf ganzer Linie. Große Erzählkunst, viele Emotionen und eine Spannung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite getragen hat. Genau so möchte ich Bücher lesen!
Die beiden Protagonisten sind Anfang 30 und stammen aus unterschiedlichen Milieus. Michelle kommt aus einfachen Verhältnissen und muss sich nach dem Tod ihrer alleinerziehenden Mutter allein durchs Leben kämpfen. Ihr Plan mit dem Schmuckladen geht leider nicht auf. Deshalb lässt sie alles hinter sich und wagt einen Neustart – mit nichts als Schulden im Gepäck. Durch Zufall lernt sie Henry kennen, der aus sehr wohlhabenden Verhältnissen stammt.
Obwohl die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten, wünscht man sich, dass sie zusammenbleiben. Sie geben einander viel und lassen sich wahrhaftig aufeinander ein. Die große Anziehung zwischen ihnen ist deutlich spürbar. Doch die Grenze zwischen Liebe und Abhängigkeit bzw. zwischen Sicherheit und Selbstbestimmung ist schmal. Die Autorin zeigt die Kluft zwischen den Lebenswelten der beiden sehr eindringlich. Dabei verhandelt sie ganz nebenbei so viele Themen: soziale Klassenunterschiede, Chancenungleichheit, Identität und Herkunft.
Ich mochte den Schreibstil von Ruth-Maria Thomas sehr: leise und gleichzeitig direkt, roh und psychologisch tiefgehend. Die Charaktere sind markant gezeichnet, ohne dass die Autorin bei ihrer Beschreibung Partei ergreift.
Auch der zweite Roman der Autorin überzeugt mich auf ganzer Linie. Große Erzählkunst, viele Emotionen und eine Spannung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite getragen hat. Genau so möchte ich Bücher lesen!