Sperrig und unangepasst
Zu diesem Buch habe ich öfter gelesen, dass es sich stark vom Debüt „Die schönste Version“ unterscheide. Für mich war es genau andersherum: Beide Bücher verbindet etwas, das ich an Ruth-Maria Thomas’ Geschichten besonders spannend finde: ihre unbequemen Protagonistinnen.
Shelly, die Protagonistin in „Die zweitgrößte Liebe“, ist die Freundin von Jella, der Protagonistin aus „Die schönste Version“. Beide Frauen konnte ich beim Lesen nicht wirklich ins Herz schließen. Ihre eigenwilligen Charaktere und fragwürdigen Entscheidungen haben mich oft ratlos gemacht. Man möchte sie wachrütteln, ihnen den Weg zeigen und gleichzeitig sind sie so sperrig, unangepasst und individuell, dass man sich ihrer Wirkung kaum entziehen kann.
Ruth-Maria Thomas’ flüssiger, zugänglicher Schreibstil schafft es dabei, gerade diese Eigenheiten der Figuren zu transportieren und sie für den Leser greifbar zu machen. So bringt sie uns ihren Figuren trotz ihrer Sperrigkeit näher.
Trotzdem hatte ich immer wieder Mühe, am Ball zu bleiben und das Buch nicht allzu schnell wieder aus der Hand zu legen. Das ging mir bei ihrem Debütroman ebenfalls so.
„Die zweitgrößte Liebe“ hat mich aus meiner Komfortzone geholt: Ich musste meine eigene heile Beziehungswelt für einen Moment beiseiteschieben und versuchen, die Welt der Figuren wirklich zu verstehen. Das macht für mich die Stärke dieses Romans aus.
Shelly, die Protagonistin in „Die zweitgrößte Liebe“, ist die Freundin von Jella, der Protagonistin aus „Die schönste Version“. Beide Frauen konnte ich beim Lesen nicht wirklich ins Herz schließen. Ihre eigenwilligen Charaktere und fragwürdigen Entscheidungen haben mich oft ratlos gemacht. Man möchte sie wachrütteln, ihnen den Weg zeigen und gleichzeitig sind sie so sperrig, unangepasst und individuell, dass man sich ihrer Wirkung kaum entziehen kann.
Ruth-Maria Thomas’ flüssiger, zugänglicher Schreibstil schafft es dabei, gerade diese Eigenheiten der Figuren zu transportieren und sie für den Leser greifbar zu machen. So bringt sie uns ihren Figuren trotz ihrer Sperrigkeit näher.
Trotzdem hatte ich immer wieder Mühe, am Ball zu bleiben und das Buch nicht allzu schnell wieder aus der Hand zu legen. Das ging mir bei ihrem Debütroman ebenfalls so.
„Die zweitgrößte Liebe“ hat mich aus meiner Komfortzone geholt: Ich musste meine eigene heile Beziehungswelt für einen Moment beiseiteschieben und versuchen, die Welt der Figuren wirklich zu verstehen. Das macht für mich die Stärke dieses Romans aus.