Über Liebe, Klasse und Herkunft
Nachdem Michelles‘ Traum von ihrem eigenen Schmuckgeschäft in der Insolvenz inklusive Schulden geendet ist, packt sie alles zusammen und wagt den Neuanfang an der Rezeption eines gehobenen Hotels in einer neuen Stadt im Westen des Landes.
Während Michelle sich ins Großstadtleben stürzt, immer begleitet von finanziellen Sorgen, Schulden und die existenzielle Angst alles wieder zu verlieren, lernt sie Henry kennen und lieben. Doch Henry ist im Gegensatz zu ihr mit einem (finanziellen) Sicherheitsnetz geboren und ihre verschiedenen Ansichten und Lebensrealitäten kommen immer mehr zum Vorschein…
Nach Thomas großartigen Debüt „Die schönste Version“ war ich sehr neugierig auf ihren zweiten Roman, und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil!
Der Stil der Autorin ist ruhig und bedacht und dennoch ab Seite eins absolut fesselnd. Thomas fängt die Atmosphäre und zwischenmenschlichen Dynamiken hervorragend ein und behandelt die ganz großen Themen wie Herkunft, Klasse, Liebe, Scham, Prägung und Verlustangst auf sehr authentische Art und Weise.
Ich habe selten so einfühlsam und nahbar über Klassismus in einer Beziehung gelesen. Die Autorin geht über die rein finanziellen Unterschiede hinaus und zeigt wie Herkunft, Prägung und fehlende Sicherheit Entscheidungen, Gerechtigkeitsempfinden und die Sicht aufs Leben im Großen wie im Kleinen beeinflussen und wie schwer es sein kann hier eine gemeinsame Sprache zu finden, egal wie sehr man es möchte.
Michelle ist eine tolle Protagonistin, die sich vielleicht nicht immer hundertprozentig korrekt aber immer nachvollziehbar verhält. Und auch Henry ist kein flacher Charakter, am Ende konnte ich für beide ein gewisses Verständnis aufbringen
Fazit: Thomas erzählt mit „Die zweitgrößte Liebe“ eine der schönsten und zutreffendsten Geschichten über Liebe und Klasse, die ich seit Langem gelesen habe. Sie fängt die feinen Zwischentöne und Klassenunterschiede hervorragend ein ohne dabei in ein klares Schwarz und Weiß oder in den Kitsch abzurutschen – ein wunderschöner Roman und eine große Leseempfehlung!
Während Michelle sich ins Großstadtleben stürzt, immer begleitet von finanziellen Sorgen, Schulden und die existenzielle Angst alles wieder zu verlieren, lernt sie Henry kennen und lieben. Doch Henry ist im Gegensatz zu ihr mit einem (finanziellen) Sicherheitsnetz geboren und ihre verschiedenen Ansichten und Lebensrealitäten kommen immer mehr zum Vorschein…
Nach Thomas großartigen Debüt „Die schönste Version“ war ich sehr neugierig auf ihren zweiten Roman, und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil!
Der Stil der Autorin ist ruhig und bedacht und dennoch ab Seite eins absolut fesselnd. Thomas fängt die Atmosphäre und zwischenmenschlichen Dynamiken hervorragend ein und behandelt die ganz großen Themen wie Herkunft, Klasse, Liebe, Scham, Prägung und Verlustangst auf sehr authentische Art und Weise.
Ich habe selten so einfühlsam und nahbar über Klassismus in einer Beziehung gelesen. Die Autorin geht über die rein finanziellen Unterschiede hinaus und zeigt wie Herkunft, Prägung und fehlende Sicherheit Entscheidungen, Gerechtigkeitsempfinden und die Sicht aufs Leben im Großen wie im Kleinen beeinflussen und wie schwer es sein kann hier eine gemeinsame Sprache zu finden, egal wie sehr man es möchte.
Michelle ist eine tolle Protagonistin, die sich vielleicht nicht immer hundertprozentig korrekt aber immer nachvollziehbar verhält. Und auch Henry ist kein flacher Charakter, am Ende konnte ich für beide ein gewisses Verständnis aufbringen
Fazit: Thomas erzählt mit „Die zweitgrößte Liebe“ eine der schönsten und zutreffendsten Geschichten über Liebe und Klasse, die ich seit Langem gelesen habe. Sie fängt die feinen Zwischentöne und Klassenunterschiede hervorragend ein ohne dabei in ein klares Schwarz und Weiß oder in den Kitsch abzurutschen – ein wunderschöner Roman und eine große Leseempfehlung!