Was kostet die Liebe?

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annaaa Avatar

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Michelle lässt nach dem Scheitern ihres Schmuckgeschäfts ihr altes Leben im Osten hinter sich und beginnt im Westen noch einmal von vorne. Dort lernt sie Henry kennen und lieben. Doch während er durch seine Familie finanziell abgesichert ist, begleiten Michelle Schulden und Existenzängste – und mit der Zeit werden die Unterschiede zwischen ihren Lebenswelten immer deutlicher.
Ruth-Maria Thomas zeigt sehr feinfühlig, welchen Einfluss Geld, Herkunft und soziale Prägung auf eine Beziehung haben können. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Unterschiede, sondern auch um Scham, Abhängigkeit, Sicherheit und die Frage, wie viel man für die Liebe aufgeben sollte.
Der ruhige und klare Schreibstil hat mich direkt in die Geschichte gezogen. Michelle und Henry wirken beide authentisch und ihre Entscheidungen waren für mich weitestgehend nachvollziehbar. Ein tiefgründiger Roman, der ohne Kitsch auskommt, berührt und noch länger nachdenklich macht.