Wie erwartet - tolles Buch
"Die zweitgrößte Liebe“ hat mich wirklich sehr beeindruckt. Besonders gelungen fand ich, wie Ruth Maria Thomas mit Klassenunterschieden umgeht. Das Thema wird ganz subtil in die Lebenswelten und Beziehungen der Figuren eingebaut. Gerade diese Feinfühligkeit macht die sozialen Unterschiede so greifbar – und zeigt, wie sehr Herkunft, Geld und gesellschaftliche Stellung beeinflussen können, wie Menschen sich selbst und andere wahrnehmen.
Überhaupt sind die Figuren unglaublich gut gezeichnet. Besonders schön fand ich, dass man ihre Entscheidungen nicht immer gutheißen muss, sie aber trotzdem nachvollziehen kann. Dadurch entsteht eine besondere Nähe zu den Charakteren.
Auch sprachlich hat mich das Buch sehr überzeugt. Der Schreibstil ist wunderschön, gleichzeitig präzise und unaufgeregt, und schafft es, auch alltägliche oder leise Momente bedeutungsvoll wirken zu lassen. Vieles wird nicht direkt ausgesprochen, sondern liegt zwischen den Zeilen – genau das hat für mich einen großen Teil der Atmosphäre ausgemacht.
Was ich außerdem sehr mochte, ist die Mischung aus Intimität und gesellschaftlicher Beobachtung. Das Buch erzählt eine persönliche Geschichte, schafft es dabei aber immer wieder, größere Fragen über Herkunft, Beziehungen, Abhängigkeiten, Privilegien und die Vorstellungen von Liebe aufzuwerfen. Dadurch ist es nicht nur emotional, sondern regt auch zum Nachdenken an.
Auch wenn mir das Buch sehr gefallen hat, hat es mich nicht so umgehauen wie damals "Die schönste Version".
Überhaupt sind die Figuren unglaublich gut gezeichnet. Besonders schön fand ich, dass man ihre Entscheidungen nicht immer gutheißen muss, sie aber trotzdem nachvollziehen kann. Dadurch entsteht eine besondere Nähe zu den Charakteren.
Auch sprachlich hat mich das Buch sehr überzeugt. Der Schreibstil ist wunderschön, gleichzeitig präzise und unaufgeregt, und schafft es, auch alltägliche oder leise Momente bedeutungsvoll wirken zu lassen. Vieles wird nicht direkt ausgesprochen, sondern liegt zwischen den Zeilen – genau das hat für mich einen großen Teil der Atmosphäre ausgemacht.
Was ich außerdem sehr mochte, ist die Mischung aus Intimität und gesellschaftlicher Beobachtung. Das Buch erzählt eine persönliche Geschichte, schafft es dabei aber immer wieder, größere Fragen über Herkunft, Beziehungen, Abhängigkeiten, Privilegien und die Vorstellungen von Liebe aufzuwerfen. Dadurch ist es nicht nur emotional, sondern regt auch zum Nachdenken an.
Auch wenn mir das Buch sehr gefallen hat, hat es mich nicht so umgehauen wie damals "Die schönste Version".