Zwischen arm und reich
In Ruth-Maria Thomas zweitem Roman "Die zweitgrößte Liebe" geht es um Michelle (die man vielleicht noch aus "Die schönste Version", ihrem ersten Buch, kennt), einer Anfang Dreißigjährigen, die "im Osten" mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist. Nachdem sie sich mit ihrem eigens hergestellten Schmuck und dem eigenen Laden nicht mehr über Wasser halten konnte, beschloss sie nach Hamburg zu ziehen, einen gut bezahlten Job in einem Luxushotel anzunehmen und endlich ihre Schulden abbezahlen zu können. Eines Abends nach ihrer Schicht trifft sie dort auf Henry und es funkt zwischen den beiden. Doch was Michelle zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß ist, dass die Lebensrealitäten der beiden komplett unterschiedlich sind. Kann diese Liebe halten?
Schon zu Beginn des Buches bekommt man mit, dass Michelle einfach abgehauen ist und Henry nicht mehr weiter weiß. Und so wird man mit dieser Info wieder ganz an den Anfang katapultiert und liest über die Anfänge der beiden und wie es letztendlich zu dem Ende kommt.
Mit jedem Kapitel merkt man, wie unterschiedlich Michelle und Henry aufgewachsen sind und wie sehr das Thema Klassismus in beider Leben präsent beziehungsweise abwesend ist.
Während Geld für Michelle in fast jeder Situation eine Rolle spielt, muss sich Henry darum kaum Gedanken machen. Es wundert ihn sogar, warum Michelle so viel über Geld nachdenkt und spricht. Er zeigt Michelle immer mehr von seiner Welt und versucht ihr zu zeigen, wie einfach es mit ihm an ihrer Seite sein kann und dass er ihr "Retter in der Not" ist. Gleichzeitig versteht er nicht, dass die ganze Situation nicht so simpel ist, wie er sich das vorstellt.
Eines Tages wagt er dann einen Schritt, der alles zu übertreffen scheint. Doch hat er damit das Fass zum Überlaufen gebracht?
Meiner Meinung nach hat Thomas gut eingefangen, welche Rolle Klassismus in einer Beziehung im etablierten Erwachsenenalter darstellen kann.
Der Erzählstil hat mir gut gefallen und insgesamt hat mir "Die zweitgrößte Liebe" auch viel mehr gefallen als ihr Debütroman.
Ein wichtiges Buch der heutigen Zeit und daher kann ich es definitiv empfehlen.
Schon zu Beginn des Buches bekommt man mit, dass Michelle einfach abgehauen ist und Henry nicht mehr weiter weiß. Und so wird man mit dieser Info wieder ganz an den Anfang katapultiert und liest über die Anfänge der beiden und wie es letztendlich zu dem Ende kommt.
Mit jedem Kapitel merkt man, wie unterschiedlich Michelle und Henry aufgewachsen sind und wie sehr das Thema Klassismus in beider Leben präsent beziehungsweise abwesend ist.
Während Geld für Michelle in fast jeder Situation eine Rolle spielt, muss sich Henry darum kaum Gedanken machen. Es wundert ihn sogar, warum Michelle so viel über Geld nachdenkt und spricht. Er zeigt Michelle immer mehr von seiner Welt und versucht ihr zu zeigen, wie einfach es mit ihm an ihrer Seite sein kann und dass er ihr "Retter in der Not" ist. Gleichzeitig versteht er nicht, dass die ganze Situation nicht so simpel ist, wie er sich das vorstellt.
Eines Tages wagt er dann einen Schritt, der alles zu übertreffen scheint. Doch hat er damit das Fass zum Überlaufen gebracht?
Meiner Meinung nach hat Thomas gut eingefangen, welche Rolle Klassismus in einer Beziehung im etablierten Erwachsenenalter darstellen kann.
Der Erzählstil hat mir gut gefallen und insgesamt hat mir "Die zweitgrößte Liebe" auch viel mehr gefallen als ihr Debütroman.
Ein wichtiges Buch der heutigen Zeit und daher kann ich es definitiv empfehlen.