Tolle Anregung für Kinder und Eltern, sich analog zu beschäftigen

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bücherwand13 Avatar

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Bereits das Cover des Buches ist sehr ansprechend gestaltet, mit bunten Bildern, die neugierig auf die Inhalte des Buches machen. Das Papier ist hochwertig, was sicher sinnvoll ist, wenn es das eine oder andere Mal direkt beim Experimentieren dabei liegt. Kern des Buches ist es, Kindern bekannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorzustellen und sie so mit der Wissenschaft vertraut zu machen. Dies geschieht aber nicht auf rein theoretische, sondern auf sehr praktische Art. Auf jeweils einer Doppelseite wird eine Person und deren wichtigste wissenschaftliche Entdeckung vorgestellt und dann die Kinder zu einer eigenen Erfahrung mit der Entdeckung angeregt, indem ein – an die Entdeckung der Wissenschaftlerin oder des Wissenschaftlers angelehntes - Experiment beschrieben wird, das sie selbst durchführen können. Die Experimente sind überwiegend mit haushaltsüblichen Gegenständen durchführbar. Einzelne Experimente brauchen besondere Zutaten (z.B. medizinischen Alkohol), die extra – idealerweise durch Erwachsene - eingekauft werden müssen. Am Anfang des Buches werden auf zwei Doppelseiten wichtige Regeln des Experimentierens vorgestellt, die zu verantwortungsvollem Umgang anleiten, aber auch für Kinder gut verständlich erklärt sind.
Mir gefällt das Buch sowohl in seiner äußeren Gestaltung als auch in Bezug auf die Inhalte sehr gut. In heutigen digitalen Zeiten finde ich es besonders wichtig, dass Kinder ihr Wissen nicht nur virtuell aus dem Internet erwerben, sondern auch analog Erfahrungen sammeln. Dazu regt das Buch sehr gut an. Eine wichtige Voraussetzung sollte aber gegeben sein, die heute ebenfalls nicht mehr selbstverständlich ist: Das Buch sollte meiner Meinung nach am besten zusammen mit einem Erwachsenen gelesen und die Experimente durchgeführt werden. Viele Experimente (z.B. Pflanzen trocknen, Essenz extrahieren, Vererbungsregeln nachstellen) können Kinder ab 10 Jahren mit einer entsprechenden Lesekompetenz sicher auch selbständig durchführen. Bei einzelnen ist eine elterliche Aufsicht aber sinnvoll (z.B. beim Züchten von Schimmelpilzen). Unabhängig von der Anforderung der Experimente bietet das Buch aber auf jeden Fall einen guten Anlass, Dinge mit den Kindern gemeinsam zu entdecken, die Entdeckungen zu besprechen und gemeinsam weiterzudenken.
Weil die Experimente wiegesagt unterschiedlich komplex und von zeitlicher Dauer sind, ist dies sicher ein Buch, dass Eltern oder Großeltern und ihre Kinder über mehrere Jahre begleiten und sie sowohl an bekannte wissenschaftliche Persönlichkeiten als auch an die Art, wie Forschung passiert sehr gut heranführen kann. Für wissbegierige Kinder und interessierte Eltern oder Großeltern absolut empfehlenswert.