Ein fulminanter Reihenauftakt mit Suchtpotenzial
Direbound ist eines der Bücher, die in diesem Jahr ganz weit oben auf meiner Wunschliste standen. Immerhin enthält es alle Komponenten, die ich mir von einer guten Romantasy-Geschichte erhoffe: eine toughe Heldin, die ihre Fähigkeiten entdeckt, coole Fantasywesen, ein komplexes Worldbuilding, eine packende Handlung und eine angemessene Menge an schmückender Romance, die jedoch nicht überwiegt. Und genau das hat mir Direbound auch geboten, weshalb es für mich zu einem Highlight für 2026 geworden ist. Direbound hat mich von Anfang an gepackt und mir ein atemloses Abenteuer mit brutalem Twist am Ende beschert. Die Fortsetzung ist schon direkt vorbestellt :-D
Meryn Cooper ist das harte Leben im Armenviertel von Sturmfrost gewohnt, der Hauptstadt des Königreichs Nocturna. Doch als ihre kleine Schwester eines Abends von den Nabbern geschnappt wird, die Kinder ins feindliche Nachbarland Astreona entführen, wird ihr schlimmster Albtraum Wirklichkeit. Um ihre Schwester zu retten, meldet sie sich freiwillig für die Armee des Königs, um so an die Front geschickt zu werden und im Feindesgebiet nach ihrer verschleppten Schwester zu suchen. Doch dann wird Meryn während des Auswahlverfahrens ausgerechnet von einer Schattenwölfin als Gefährtin erwählt und findet sich in einer monatelangen Ausbildung wieder, die nur die Stärksten und Schlausten unter den Wildgebundenen überleben werden. Und die Ausbildung zu überleben scheint genauso unwahrscheinlich wie die Chance, ihre Schwester noch rechtzeitig zu finden...
Wer die "Fourth Wing"-Reihe geliebt hat, sollte sich unbedingt auch Direbound anschauen, denn sowohl von der Atmosphäre als auch der Handlung her sind beide Reihen doch recht ähnlich. Trotzdem ist Direbound kein müder Abklatsch und hat mich sehr an die Seiten fesseln können. Auch hier muss eine anfangs unterlegen erscheinende Frau lernen, sich in einem brutalen Wettkampf gegen ihre Mitstreiter durchzusetzen und das an sie gebundene mächtige Wesen - in diesem Fall eine stolze Schattenwölfin - von sich überzeugen. Die Ausbildung ist hart und die Beschreibungen teilweise recht blutig. Gut, dass wir mit Meryn jedoch eine überaus willensstarke Protagonistin bekommen, die durch ihr Leben im Armenviertel schon früh gelernt hat, dass man dreckig und mit List kämpfen muss, um zu überleben.
Ganz unüblich für das Genre wird das Love Interest hier gleich zu Beginn eingeführt, denn als wir sie kennenlernen, ist Meryn bereits in einer Beziehung mit Lee, einem attraktiven Angestellten des Königshauses, der sich als süßer, verlässlicher Partner erweist. Blöd nur, dass Meryn ihn zurücklassen muss, als sie sich freiwillig zum Armeedienst meldet. Weniger überraschend war dann jedoch, dass Lee - zumindest aus Sicht der Leserin, denn Meryn kann ihn natürlich nicht leiden - starke Konkurrenz vom gleichermaßen grimmigen wie attraktiven Alpha des Daemos-Rudels bekommt. Stark Therion lässt keine Gelegenheit aus, um Meryn ihre Schwächen aufzuzeigen und so erleben wir einige recht hitzige Szenen mit.
Das Buch ist ziemlich seitenstark, was zum Einen daran liegt, dass sich die Autorin Zeit für die Ausgestaltung der vielzähligen Charaktere lässt, mit denen Meryn zusammen die Ausbildung durchläuft, wodurch sich nicht nur die Hauptcharaktere, sondern auch die Nebencharaktere sehr lebendig gelesen haben. Zum anderen wird auch dem Worldbuilding viel Raum gegeben. Während die Wettkämpfe laufen, in denen die Rudel geformt werden, erfährt Meryn stückchenweise immer mehr darüber, wie die Rudelstruktur funktioniert, wie Schattenwolf und Wildgebundene kommunizieren und darüber hinaus auch, wie groß die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den Elite-Kriegern und der restlichen Bevölkerung sind. Lediglich der Feind im Nachbarreich, für dessen Bekämpfung die Wildgebundenen ausgebildet werden, bleibt dabei trotzdem recht lange einfach nur ein gestaltloses Wort. Ich gehe davon aus, dass die Siphone - vampirartige Wesen - im nächsten Teil eine große Bedeutung bekommen und dann sicherlich auch die noch offenen Fragen geklärt werden. Ich werde Teil 2 auf jeden Fall lesen, denn Direbound hat seine Klauen in mich geschlagen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.
Meryn Cooper ist das harte Leben im Armenviertel von Sturmfrost gewohnt, der Hauptstadt des Königreichs Nocturna. Doch als ihre kleine Schwester eines Abends von den Nabbern geschnappt wird, die Kinder ins feindliche Nachbarland Astreona entführen, wird ihr schlimmster Albtraum Wirklichkeit. Um ihre Schwester zu retten, meldet sie sich freiwillig für die Armee des Königs, um so an die Front geschickt zu werden und im Feindesgebiet nach ihrer verschleppten Schwester zu suchen. Doch dann wird Meryn während des Auswahlverfahrens ausgerechnet von einer Schattenwölfin als Gefährtin erwählt und findet sich in einer monatelangen Ausbildung wieder, die nur die Stärksten und Schlausten unter den Wildgebundenen überleben werden. Und die Ausbildung zu überleben scheint genauso unwahrscheinlich wie die Chance, ihre Schwester noch rechtzeitig zu finden...
Wer die "Fourth Wing"-Reihe geliebt hat, sollte sich unbedingt auch Direbound anschauen, denn sowohl von der Atmosphäre als auch der Handlung her sind beide Reihen doch recht ähnlich. Trotzdem ist Direbound kein müder Abklatsch und hat mich sehr an die Seiten fesseln können. Auch hier muss eine anfangs unterlegen erscheinende Frau lernen, sich in einem brutalen Wettkampf gegen ihre Mitstreiter durchzusetzen und das an sie gebundene mächtige Wesen - in diesem Fall eine stolze Schattenwölfin - von sich überzeugen. Die Ausbildung ist hart und die Beschreibungen teilweise recht blutig. Gut, dass wir mit Meryn jedoch eine überaus willensstarke Protagonistin bekommen, die durch ihr Leben im Armenviertel schon früh gelernt hat, dass man dreckig und mit List kämpfen muss, um zu überleben.
Ganz unüblich für das Genre wird das Love Interest hier gleich zu Beginn eingeführt, denn als wir sie kennenlernen, ist Meryn bereits in einer Beziehung mit Lee, einem attraktiven Angestellten des Königshauses, der sich als süßer, verlässlicher Partner erweist. Blöd nur, dass Meryn ihn zurücklassen muss, als sie sich freiwillig zum Armeedienst meldet. Weniger überraschend war dann jedoch, dass Lee - zumindest aus Sicht der Leserin, denn Meryn kann ihn natürlich nicht leiden - starke Konkurrenz vom gleichermaßen grimmigen wie attraktiven Alpha des Daemos-Rudels bekommt. Stark Therion lässt keine Gelegenheit aus, um Meryn ihre Schwächen aufzuzeigen und so erleben wir einige recht hitzige Szenen mit.
Das Buch ist ziemlich seitenstark, was zum Einen daran liegt, dass sich die Autorin Zeit für die Ausgestaltung der vielzähligen Charaktere lässt, mit denen Meryn zusammen die Ausbildung durchläuft, wodurch sich nicht nur die Hauptcharaktere, sondern auch die Nebencharaktere sehr lebendig gelesen haben. Zum anderen wird auch dem Worldbuilding viel Raum gegeben. Während die Wettkämpfe laufen, in denen die Rudel geformt werden, erfährt Meryn stückchenweise immer mehr darüber, wie die Rudelstruktur funktioniert, wie Schattenwolf und Wildgebundene kommunizieren und darüber hinaus auch, wie groß die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den Elite-Kriegern und der restlichen Bevölkerung sind. Lediglich der Feind im Nachbarreich, für dessen Bekämpfung die Wildgebundenen ausgebildet werden, bleibt dabei trotzdem recht lange einfach nur ein gestaltloses Wort. Ich gehe davon aus, dass die Siphone - vampirartige Wesen - im nächsten Teil eine große Bedeutung bekommen und dann sicherlich auch die noch offenen Fragen geklärt werden. Ich werde Teil 2 auf jeden Fall lesen, denn Direbound hat seine Klauen in mich geschlagen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.