Stark und die Wölfe

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
moonbird Avatar

Von

Mer, Lee, Stark und Anassa... Leider hatte ich aufgrund des Vergleichs mit Fourth Wing sehr grosse Erwartungen, die das Buch für mich nicht erfüllen konnte.
Obwohl es so viele Seiten hat, hat man meiner Meinung nach viel zu wenig über die Welt / die Magie / die Siphone bzw Vampire und die Wölfte selbst erfahren. Auch der Romance Teil hat mich mehr frustriert als mitgerissen.
Ich bin ein riesengrosser Fan vom "Ausbildungs"-Konzept und der Idee mit den Schattenwölfen und dieser einmaligen Verbindung zwischen Mensch und Wolf. Die Wölfe waren von anfang an das Highlight dieses Buches für mich.

Leider wurde ich weder mit dem Schreibstil, noch mit den meisten Charakteren richtig warm.
Zuerst zum Schreibstil. Obwohl es zwischendurch viele spannende Szenen gab, wechselten sich diese leider mit ziemlichen Längen ab. Für meinen Geschmack gab es zu viele langatmige Teile, die für die Geschichte nicht wichtig waren und sie nur umsonst in die Länge gezogen haben. Auch Wiederholungen über ihre Gefühlslage und Gedanken waren mir zu häufig. Auch einzelne schlecht durchdachte Sätze haben mich sehr gestört wie zum Beispiel - in einem Satz tobt ein gewaltiger Schneesturm und Mer kann nichts mehr sehen und zehn Wörter später steht, dass sie Stark in die Augen blicken konnte weil sich der ach so Schlimme Sturm genau in dem Moment für ganz kurze Zeit gelegt hat.... nicht wirklich durchdacht. Auch wenn es ein Debüt-Roman ist, sind manche Szenen und Sätze für mich einfach schlecht durchdacht und extrem holprig geschrieben. Für meinen Geschmack ging es auch einfach nicht schnell genug voran und es passierte zu wenig.

Die Geschichte ist auch unglaublich vorhersehbar. Vor allem das Ende von Lee konnte ich schon sehr früh erahnen, was mich vor allem in den spicy Szenen sehr gestört hat, da es durch die Vorahnung die ich hatte keine richtige "Liebesgeschichte" mehr für mich war und ich Lee grundsätzlich nicht ausstehen konnte. Am liebsten hätte ich Mer durch das Buch angeschrien, um sie in die richtige Richtung zu lenken.

Stark hingegen... Mysteriös, morally grey, von Vorne bis Hinten voll mit Tropes nach meinem Geschmack. Die Szenen mit ihm habe ich genossen, aber leider leider wurde uns nicht sehr viel von ihm gegeben. Ich wünschte dieser Teil hätte sich schon nach der Hälfte des Buches geändert, da man ja schon so früh das Gefühl hatte, wer wirklich End Game ist! Ich denke, man hätte hier in Sachen Herzklopfen und Bauchkribbeln sehr viel mehr rausholen können, so war es von den Charakteren her eher Ärger als Vergnügen.
Lieber hätte ich weniger spicy Szenen mit dem Falschen Charakter und dafür mehr slow burn und Bauchkribbeln mit dem Richtigen.

Alles in allem muss ich sagen eine tolle Grundidee, die Schattenwölfe sind einfach fantastisch aber die Umsetzung ist leider nichts für mich. Zu viele langatmige Teile, viel zu vorhersehbar, eine Liebesgeschichte, die mehr Frust als Bauchkribbeln bringt und mit Stark ein Charakter, der so viel zu bieten gehabt hätte aber leider wurde sein Potential ziemlich unterdrückt.

Von mir 3 Sterne für die Schattenwölfe und Stark, die trotz kleiner Bühne im Buch sehr grossen Eindruck hinterlassen haben.