Unterhaltsam, aber etwas unter meinen Erwartungen geblieben
3.75
Ich glaube das letzte Mal, dass ich irgendwas mit Wölfen gelesen habe, war so um meine Twilight-Zeit rum, also vor …*hust*... 15+ Jahren?
Daher war ich sehr gespannt, was mich hier erwarten wird und meine Erwartungen wurden gleichermaßen erfüllt und nicht erfüllt.
Die Wölfe und Rudelthemaik haben mir super gefallen, auch wenn ich vieles, was die Bindungs- und Rudelprüfungen angeht, eher fragwürdig fand.
Unterm Strich war mir hier aber einiges zu wenig. Zu wenig von Stark, der ziemlich offensichtlich von Anfang an eine zentrale Rolle spielt, zu wenig Erkunden und Nachforschen von Meryn bzgl. dem Schloss und dessen Mysterien und mein Hauptkritikpunkt: zu wenig von der Beziehung zwischen Meryn und Anassa, ihrem Schattenwolf.
Meryn als Hauptcharakter hat mir, anfangs jedenfalls, sehr gefallen. Wohnend im ärmlichen Teil der Stadt, entscheidet sie sich, den Wehrdienst anzutreten. Nach Bestehen der ersten Prüfung, findet sie sich im Wohnquartier der Wildgebundenen (Menschen, die eine Verbindung mit Schattenwölfen eingehen) wieder. Was hier oft sehr gut verdeutlicht wurde, ist der Kulturschock zwischen arm und reich, den Meryn mehrfach erlebt und zu dem sie verständlicherweise mit vollster Irritation reagiert.
Ein weiterer Punkt, der mir sehr gefallen hat, ist Meryns erste Erfahrungen in Sachen Freundschaften schließen. Etwas, was sie bis jetzt aus Gründen nicht erleben konnte.
Ich muss aber auch sagen, dass Meryn sich im Verlauf des Buches zu der Art Protagonistin entwickelt hat, mit der die meisten Bücher oftmals starten. Leichtgläubig, zieht falsche Rückschlüsse, handelt impulsiv und unüberlegt.
Ihre Beziehung zu Killian hat vielleicht ganz süß angefangen, ist dann immer mehr zu etwas geworden, was eigentlich nur Sextreffen waren und das hat mir absolut nichts gegeben. Im gleichen Atemzug würde ich auch noch sagen, dass, obwohl diese Reihe eine Romantasy ist, der Romance Anteil in diesem ersten Buch eher schwach ist.
Meryns angespannte Beziehung zu Anassa ist für mich, in diesem ersten Band zumindest, von allen Beziehung die Wichtigste, die aber leider bis zum Schluss, und ich rede hier von bestimmt den letzten 50 Seiten, eher mäßig ausgearbeitet wurde.
Bis zu diesen letzten Seiten war Meryn & Anassas Beziehung das, was man als “kollegiales Miteinander" beschreiben könnte. Es gab kaum Schlüsselmomente zwischen den beiden. Das Training läuft mäßig, die Prüfungen werden mit Hängen und Würgen bestanden und dann geht jeder wieder getrennte Wege. Jedes Mal, wenn diese angespannte Beziehung angesprochen wurde, wurde das Argument des beiderseitigen fehlenden Vertrauens gebracht und das Gespräch wurde beendet. Da das Buch komplett aus Meryns Sicht geschrieben ist, ist Meryns nicht vorhandenes Vertrauen, als auch ihre Sturheit, Widerwillen, Genervtheit oder gar Abneigung bzgl. dieser Bindung sehr offensichtlich. Ob Anassa selbst Versuche unternommen hat, Meryn etwas entgegenzukommen, kann ich nicht beurteilen. Es schien eher, dass sie auf Meryn gewartet hat.
Ähnlich frustrierend ist Meryns Meinung zu Stark. Von Anfang an hat sie sich darauf versteift, dass Stark sie hasst und sie tot sehen will. Das höchste an positiven Gefühlen war ihre Aussage, dass er doch ganz gut aussieht und hübsche, lange Wimpern hat.
Genauso wie mit Anassa, hat es hier das ganze Buch gedauert, bis sie ihn anders wahrnimmt. Bis dahin hat man kaum etwas über Stark erfahren, außer dass er groß und “böse” ist.
Das Pacing in der zweiten Hälfte war etwas langsamer, genauso wie der etwas langatmige Inhalt an sich.
Haben mich die Wendungen zu Ende hin überrascht? Nicht wirklich. Das meiste ließ sich doch schon im Verlauf der Handlung erahnen.
Es gibt am Ende ein Bonuskapitel aus der Sicht von Stark. Unfassbar viel hat es mir am Ende nicht gegeben, jedoch denke ich, dass der erste Teil des Kapitels einen wirklich tollen Prolog abgegeben hätte.
Hätte das Buch etwas kürzer sein können? Sicherlich.
Werde ich die Reihe fortsetzen? Jap.
Ich glaube das letzte Mal, dass ich irgendwas mit Wölfen gelesen habe, war so um meine Twilight-Zeit rum, also vor …*hust*... 15+ Jahren?
Daher war ich sehr gespannt, was mich hier erwarten wird und meine Erwartungen wurden gleichermaßen erfüllt und nicht erfüllt.
Die Wölfe und Rudelthemaik haben mir super gefallen, auch wenn ich vieles, was die Bindungs- und Rudelprüfungen angeht, eher fragwürdig fand.
Unterm Strich war mir hier aber einiges zu wenig. Zu wenig von Stark, der ziemlich offensichtlich von Anfang an eine zentrale Rolle spielt, zu wenig Erkunden und Nachforschen von Meryn bzgl. dem Schloss und dessen Mysterien und mein Hauptkritikpunkt: zu wenig von der Beziehung zwischen Meryn und Anassa, ihrem Schattenwolf.
Meryn als Hauptcharakter hat mir, anfangs jedenfalls, sehr gefallen. Wohnend im ärmlichen Teil der Stadt, entscheidet sie sich, den Wehrdienst anzutreten. Nach Bestehen der ersten Prüfung, findet sie sich im Wohnquartier der Wildgebundenen (Menschen, die eine Verbindung mit Schattenwölfen eingehen) wieder. Was hier oft sehr gut verdeutlicht wurde, ist der Kulturschock zwischen arm und reich, den Meryn mehrfach erlebt und zu dem sie verständlicherweise mit vollster Irritation reagiert.
Ein weiterer Punkt, der mir sehr gefallen hat, ist Meryns erste Erfahrungen in Sachen Freundschaften schließen. Etwas, was sie bis jetzt aus Gründen nicht erleben konnte.
Ich muss aber auch sagen, dass Meryn sich im Verlauf des Buches zu der Art Protagonistin entwickelt hat, mit der die meisten Bücher oftmals starten. Leichtgläubig, zieht falsche Rückschlüsse, handelt impulsiv und unüberlegt.
Ihre Beziehung zu Killian hat vielleicht ganz süß angefangen, ist dann immer mehr zu etwas geworden, was eigentlich nur Sextreffen waren und das hat mir absolut nichts gegeben. Im gleichen Atemzug würde ich auch noch sagen, dass, obwohl diese Reihe eine Romantasy ist, der Romance Anteil in diesem ersten Buch eher schwach ist.
Meryns angespannte Beziehung zu Anassa ist für mich, in diesem ersten Band zumindest, von allen Beziehung die Wichtigste, die aber leider bis zum Schluss, und ich rede hier von bestimmt den letzten 50 Seiten, eher mäßig ausgearbeitet wurde.
Bis zu diesen letzten Seiten war Meryn & Anassas Beziehung das, was man als “kollegiales Miteinander" beschreiben könnte. Es gab kaum Schlüsselmomente zwischen den beiden. Das Training läuft mäßig, die Prüfungen werden mit Hängen und Würgen bestanden und dann geht jeder wieder getrennte Wege. Jedes Mal, wenn diese angespannte Beziehung angesprochen wurde, wurde das Argument des beiderseitigen fehlenden Vertrauens gebracht und das Gespräch wurde beendet. Da das Buch komplett aus Meryns Sicht geschrieben ist, ist Meryns nicht vorhandenes Vertrauen, als auch ihre Sturheit, Widerwillen, Genervtheit oder gar Abneigung bzgl. dieser Bindung sehr offensichtlich. Ob Anassa selbst Versuche unternommen hat, Meryn etwas entgegenzukommen, kann ich nicht beurteilen. Es schien eher, dass sie auf Meryn gewartet hat.
Ähnlich frustrierend ist Meryns Meinung zu Stark. Von Anfang an hat sie sich darauf versteift, dass Stark sie hasst und sie tot sehen will. Das höchste an positiven Gefühlen war ihre Aussage, dass er doch ganz gut aussieht und hübsche, lange Wimpern hat.
Genauso wie mit Anassa, hat es hier das ganze Buch gedauert, bis sie ihn anders wahrnimmt. Bis dahin hat man kaum etwas über Stark erfahren, außer dass er groß und “böse” ist.
Das Pacing in der zweiten Hälfte war etwas langsamer, genauso wie der etwas langatmige Inhalt an sich.
Haben mich die Wendungen zu Ende hin überrascht? Nicht wirklich. Das meiste ließ sich doch schon im Verlauf der Handlung erahnen.
Es gibt am Ende ein Bonuskapitel aus der Sicht von Stark. Unfassbar viel hat es mir am Ende nicht gegeben, jedoch denke ich, dass der erste Teil des Kapitels einen wirklich tollen Prolog abgegeben hätte.
Hätte das Buch etwas kürzer sein können? Sicherlich.
Werde ich die Reihe fortsetzen? Jap.