Überraschend

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yvonnesonne Avatar

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Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Thriller über Hedgefonds und die Finanzwelt so schnell bekommt, aber die Leseprobe hat mich wirklich überrascht. Vor allem Aladdins Erzählstimme hat mir gefallen. Sie ist zynisch, teilweise ziemlich böse und gleichzeitig so trocken, dass ich trotz der eigentlich ziemlich düsteren Ereignisse immer wieder lachen musste.

Schon der Einstieg ist herrlich absurd: Der Finanzmarkt stürzt ab, Aladdins Kollege verteilt vor lauter Stress sein Nasenbluten über den Bildschirm und Aladdin stellt fest, dass er gerade ein unfassbares Vermögen verloren hat. Und von da an wird es eigentlich nur noch schlimmer.

Dabei finde ich Aladdin als Figur jetzt schon spannend. Er ist extrem erfolgreich und hat sich in eine Welt hochgearbeitet, in die er offensichtlich nie so richtig hineinpassen durfte. Gleichzeitig bekommt man immer wieder mit, wie selbstverständlich er dort mit Vorurteilen und Rassismus konfrontiert wird. Dass er vieles davon mit Sarkasmus kommentiert, macht seine Perspektive für mich besonders interessant.

Auch die Finanzwelt selbst wird so überzeichnet und gnadenlos dargestellt, dass ich unbedingt wissen möchte, wie weit das Buch damit noch gehen wird. Spätestens als Aladdin erfährt, dass er drei Monate Zeit hat, die verlorenen 300 Millionen Dollar wieder hereinzuholen, war für mich klar, dass ich weiterlesen möchte.

Ich bin vor allem gespannt darauf, was er jetzt tun wird, um an dieses Geld zu kommen, denn nach dieser Leseprobe kann ich mir kaum vorstellen, dass dabei besonders viele moralisch einwandfreie Entscheidungen getroffen werden.