Wenn Geld dein Problem ist, ist noch mehr Geld vielleicht nicht die Lösung

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schnukilein1904 Avatar

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Bei „Dirty Money“ bin ich nach der Leseprobe tatsächlich noch etwas zwiegespalten. Die Grundidee finde ich eigentlich richtig gut: Ein erfolgreicher Investmentbanker verliert innerhalb kürzester Zeit mehrere hundert Millionen Dollar. Und statt einfach seinen Job zu verlieren, bekommt er drei Monate Zeit, das Geld wieder reinzuholen. Sonst droht ihm nicht nur das Karriereende.

Natürlich könnte man jetzt vernünftig handeln. Aber wo wäre dann der Thriller?

Stattdessen führt der Weg offenbar immer tiefer in eine Welt, in der Geld, Macht und Moral nicht unbedingt besonders viel miteinander zu tun haben. Und genau dieser Punkt macht mich dann doch neugierig. Wie weit geht jemand, wenn er plötzlich mit dem Rücken zur Wand steht? Und vor allem: Wie viel schlimmer kann man eine ohnehin schon katastrophale Situation eigentlich noch machen?

Der Schreibstil ist ziemlich speziell. Sehr direkt, derb, teilweise überspitzt und voll mit Finanzbegriffen, schwarzem Humor und ziemlich kaputten Charakteren. Ich musste erst einmal in die Geschichte hineinfinden und kann noch nicht sagen, ob mich dieser Stil über ein ganzes Buch tragen würde.

Trotzdem hat die Leseprobe etwas geschafft: Ich möchte wissen, wohin diese völlig absurde Spirale noch führt. Denn schon jetzt wird klar, dass hinter dem angeblichen Verlust einiges mehr stecken könnte. Und wenn ein Mann mit dem Rücken zur Wand dann auch noch anfängt, die falschen Entscheidungen zu treffen, kann daraus durchaus ein richtig guter Thriller werden.

Noch bin ich nicht komplett gepackt. Aber ich bin neugierig genug, um wissen zu wollen, wie tief er sich noch in die Scheiße reitet.