Kein „Klassiker für die Ewigkeit“
„Dirty money“ ist der Debütroman von Amran Gowani. Der Plot klingt durchaus interessant, zumal der Autor selbst Analyst an der Wall Street war und damit Einblicke in diese Welt mitbringt, über die er schreibt. Auf dem Cover wird er auch als Verfasser eines kultigen Comedy-Newsletters vorgestellt.
Vielleicht hat der Autor versucht Comedy mit Thriller zu vermischen. Dass ein etwas schnoddriger Schreibstil dazu beitragen kann, eine bestimmte Leserschaft zu gewinnen, die sich evtl. für die zugrundeliegende Thematik interessiert, kann ich nachvollziehen. Aber das ist dann definitiv zu viel des Guten sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Begriffe wie „bitches, masturbieren, Pornohubs..“ begegnen einem gefühlt auf Schritt und Tritt. Formulierungen wie z.B. S.104 „ ..pochte mein Glied wie das eines Dreizehnjährigen, der zum ersten Mal eine echte Titte sah…“um einiges zu nennen sind fast an der Tagesordnung - hinzu eine Fäkalsprache, die nervt („…fand ich sie auf die …hassenswert-fickbarste Weise attraktiv“, S.35).
„Ein Klassiker für die Ewigkeit“- so die Werbung auf dem Cover - hat für mich andere Qualitäten.