Rasanter und krasser Thriller in der Finanzwelt

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melb2508 Avatar

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Dirty Money beginnt im November 2015. Ali Jafar, ein junger Hedgefonds Manager lebt und arbeitet in San Francisco für Prism, einer Firma, die von dem knallharten Paul Kingsley mit harter und brutaler Hand geführt wird. Nachdem er einen großen Verlust für seinen Fonds und die Firma zu verantworten hat, wird er von Pauls Sohn, einem Kollegen bei Prism, gezwungen, in nur 3 Monaten den Verlust wieder reinzuholen.
Ali begibt sich in wirklich schlechte und düstere Gesellschaft und lässt sich auf einen Deal mit "Simon" ein, der ihm Insiderinformationen der düstersten Art verkauft...

Der Thriller ist wirklich in rasantem Tempo geschrieben. Vor allem gegen Ende nehmen die wahnwitzigen Wendungen so schnell an Fahrt auf, dass ich nur noch atemlos weiter lesen wollte und musste.
Ali ist ein Protagonist, der mich sehr abgeholt hat. Seine Stimme ist modern und sympathisch und er transportiert perfekt die Stimme seiner Generation und seiner Peergroup.
Der Autor schafft es, den Rassismus, dem Ali ständig ausgesetzt ist, auf so krasse Weise darzustellen, dass er - wie es auch richtig ist! - auf die zurückfällt, die ihn leben und aussprechen. Die Wirren der US-amerikanischen Finanzwelt, die eiskalten Strippenzieher, die undurchdringlichen Seilschaften der Super-Reichen und Super-Einflussreichen sind so gut und grotesk getroffen und beschrieben, dass man denkt, das kann einfach nicht sein.
Ein sehr unterhaltsamer und wirklich spannender Thriller, den ich gerne weiterempfehle, vor allem, wenn man an dem Thema Trading und Finanzen interessiert ist.