Schmutziges Spiel
Amran Gowani erzählt in seinem Debütroman vom jungen Hedgefonds-Analysten Alif Jafer, der nach einem verlustreichen Investment von seinem Chef gezwungen wird, unter allen Umständen und auch mithilfe illegaler Insidergeschäfte Gewinne zu generieren.
Da der Autor selbst Analyst an der Wallstreet war, erhoffte ich einen spannenden Einblick in die aufregende Welt der Börse, in Analysen und Strategien, ehrliches Risikomanagement und Agieren in den rechtlichen Grauzonen. Leider dominierten von Anfang an Darstellungen eines rüden bis vulgären Umgangstons, von Gewaltexzessen sowie Mobbing wegen Jafars pakistanischer Wurzeln.
Im Zentrum steht ein depressiver Protagonist mit Hang zu Selbstzweifeln und Selbstbefriedigung, der viel zu wenig Sympathie erweckt, als das man mit ihm mitleiden könnte. Daher konnte ich nicht mit ihm mitfiebern, er blieb mir bis zuletzt eigentlich egal und ich wünschte mir einfach nur, dass er alles zu einem Ende brächte, egal zu welchem.
Dass junge Analysten oft unter extremem Leistungs- und Erfolgszwang stehen und in der Hoffnung auf Beförderung bis an ihre Leistungsgrenzen ausgebeutet werden, ist bekannt, aber diese wiederkehrenden selbstzerstörerischen bis zu suizidalen Fantasien waren auf die Dauer eher ermüdend als spannend.
Schade, dass der Autor uns nicht mehr Börsenluft schnuppern lässt, sondern sich auf das Zurschaustellen von Machtmissbrauch, schmutziger Geschäfte sowie Sex- und Gewaltorgien konzentriert.
Da der Autor selbst Analyst an der Wallstreet war, erhoffte ich einen spannenden Einblick in die aufregende Welt der Börse, in Analysen und Strategien, ehrliches Risikomanagement und Agieren in den rechtlichen Grauzonen. Leider dominierten von Anfang an Darstellungen eines rüden bis vulgären Umgangstons, von Gewaltexzessen sowie Mobbing wegen Jafars pakistanischer Wurzeln.
Im Zentrum steht ein depressiver Protagonist mit Hang zu Selbstzweifeln und Selbstbefriedigung, der viel zu wenig Sympathie erweckt, als das man mit ihm mitleiden könnte. Daher konnte ich nicht mit ihm mitfiebern, er blieb mir bis zuletzt eigentlich egal und ich wünschte mir einfach nur, dass er alles zu einem Ende brächte, egal zu welchem.
Dass junge Analysten oft unter extremem Leistungs- und Erfolgszwang stehen und in der Hoffnung auf Beförderung bis an ihre Leistungsgrenzen ausgebeutet werden, ist bekannt, aber diese wiederkehrenden selbstzerstörerischen bis zu suizidalen Fantasien waren auf die Dauer eher ermüdend als spannend.
Schade, dass der Autor uns nicht mehr Börsenluft schnuppern lässt, sondern sich auf das Zurschaustellen von Machtmissbrauch, schmutziger Geschäfte sowie Sex- und Gewaltorgien konzentriert.