Viel Potenzial, aber leider holprig umgesetzt

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mia_mia Avatar

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Der Klappentext hatte mein Interesse sofort geweckt: Ein Finanzthriller über einen Hedgefonds-Manager, geschrieben von einem Autor mit echter Branchenerfahrung – was sollte da schon schiefgehen? Nach der Lektüre muss ich leider sagen: einiges.
Die Geschichte ist letztlich sehr plump konstruiert. Ein Hedgefonds-Manager verliert eine riesige Summe Geld und wird daraufhin von seinem Chef erpresst. Gleichzeitig konnte die Firma den Verlust problemlos verkraften, weil ebendieser Chef heimlich eine Gegenposition aufgebaut hatte – das ist nur einer von mehreren logischen Widersprüchen. Zudem lenken wiederholte Abschweifungen in Richtung sexueller Gedanken und Handlungen bloß von der eigentlichen Handlung ab, ohne die Story voranzubringen. Mit Hilfe einer dubiosen Quelle gelingt es dann tatsächlich das Geld Stück für Stück wieder zu „verdienen“. Zum Ende hin zieht das Tempo glücklicherweise an. Die Auflösung wirkt zwar etwas unrealistisch, ist aber immerhin spannend inszeniert.
Der Schreibstil konnte mich dagegen überhaupt nicht überzeugen. Ich empfand ihn als sehr holprig. Stellenweise gibt es zwischen den Absätzen so abrupte Sprünge, dass ich Passagen mehrfach lesen musste, um den Anschluss nicht zu verlieren. Insgesamt kann ich das Buch und den Autor nur bedingt empfehlen – am ehesten noch für Leser, die sich ohnehin stark für die Finanzwelt interessieren.