Eishocky als rand Thema

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sabefi Avatar

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Don't Let Me Fall“ von Kelsie Rae verspricht auf den ersten Blick eine klassische Eishockey-Romanze, entpuppt sich beim Lesen aber vielmehr als ein emotionales Beziehungsdrama mit Fokus auf einer geheimnisvollen Vergangenheit. Wer hier einen rasanten Sport-Roman sucht, liegt falsch – das Buch punktet stattdessen als leichte Lektüre für zwischendurch, die vor allem durch ihre offenen Fragen fesselt.
Die tatsächliche Handlung:
Die Grunddynamik ist schnell erklärt und wird dem Leser quasi schon komplett durch den Klappentext vorweggenommen: Die Zielstrebige Ashlyn steckt in einer Beziehung mit einem Mann, der es mit der Treue absolut nicht ernst nimmt. Als sie auf den unnahbaren Colt trifft, ist die gegenseitige, magnetische Anziehung sofort spürbar. Das große Problem: Colt ist ausgerechnet ein Freund von Ashlyns untreuem Partner.
Obwohl Colt als Eishockey-Spieler eingeführt wird, wandert der Sport extrem schnell an den Rand der Geschichte. Colt hat das Interesse am Eishockey völlig verloren. Warum das so ist und was in seinem Leben schiefgelaufen ist, bleibt lange Zeit im Dunkeln.
Die größte Spanung ist Colts Vergangenheit
Da der gesamte äußere Handlungsverlauf und die Liebeserklärung durch die Personen-Vorstellung vorab bekannt sind, bleibt der Spannungsbogen vor allem an einer Frage hängen: Was ist in Colts Vergangenheit passiert?
Diese Hintergrundgeschichte ist der mit Abstand geheimnisvollste und spannendste Part des gesamten Buches. Die Autorin streut am Anfang nur kleine Hinweise, die den Leser zum Rätseln einladen und dafür sorgen, dass man unbedingt weiterlesen möchte, um Colts Schutzmauer zu durchbrechen.
Schwachstelle Logikfehler im Zeitverlauf
Das Buch lässt sich flüssig und leicht „runterlesen“, allerdings stolpert man als aufmerksamer Leser über einige zeitliche und logische Ungereimtheiten.
Ein markantes Beispiel dafür ist die Anfangsszene: Ashlyn sitzt im Auto und ist eigentlich auf dem Weg zu einer Vorlesung an der Uni. An einer Ampel sieht sie Colt zum ersten Mal. Nachdem sie schließlich weiterfährt, landet sie in der nächsten Szene plötzlich direkt wieder zu Hause – die Vorlesung wird komplett übersprungen. Solche kleinen Patzer im Plot-Verlauf wirken manchmal etwas unkonzentriert konstruiert.
Mein Fazit
„Don't Let Me Fall“ ist eine recht leichte Lektüre, die man ohne großen Denksaufwand an einem Wochenende wegschmökern kann. Das Eishockey-Setting dient nur als blasse Kulisse. Wer sich damit abfinden kann, dass der Beziehungs-Plot recht vorhersehbar ist, bekommt hier durch Colts düstere Vergangenheit dennoch eine solide Portion Spannung geboten.