Männlich toxische Sports-Romance ohne Sport - Hörbuch punktet mit tollem Sprecher-Duo

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raeuberma2026 Avatar

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Das in einem schönen, klassischen Blau gestaltete Cover von Don't Let Me Fall hat mich als Fan von Sports-Romance sofort angesprochen und neugierig auf den Auftakt der Breaking the Ice Reihe der Autorin Kelsie Rae gemacht. Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört, welches mit einer Laufzeit von rund zehneinhalb Stunden eine angenehme Länge hat. Die Produktion ist wirklich hervorragend gelungen, denn die beiden Sprecher Lea Roser und Fynn Engelkes machen einen großartigen Job und verleihen den Charakteren eine authentische Stimme.

Inhaltlich konnte mich die Story um die Journalismus-Studentin Ash, die nebenbei als Nachhilfelehrerin für den Eishockeystar Colt arbeitet, allerdings leider überhaupt nicht überzeugen. Für eine Sports-Romance hat mir das Thema Eishockey viel zu sehr gefehlt, da der Sport fast komplett in den Hintergrund rückt. Stattdessen wird man mit einer extrem toxischen Atmosphäre konfrontiert, die mich beim Hören regelrecht fassungslos gemacht hat. Der Umgang der Jungs mit den Mädchen im Verbindungshaus der Eishockeyspieler ist unterste Schublade und von niveaulosem Verhalten geprägt, bei dem es scheinbar nur um Partys, Alkohol, gutes Aussehen und Sex geht. Erschreckend fand ich auch, dass die weiblichen Charaktere diesen toxisch-männlichen Blödsinn so klaglos mitmachen, was nach einer kurzen Internetrecherche zu Eishockey und Puckbunnies wohl leider bittere Realität zu sein scheint.

Die erste Hälfte des Buches war für mich durch dieses Verhalten kaum zu ertragen. Zum Glück wurde die zweite Hälfte erzählerisch etwas besser und konnte mich ein wenig versöhnen, weshalb ich die reine Story mit zwei Sternen bewerten würde.

Weil die Sprecher des Hörbuchs aber absolut super sind und die Bewertung nach oben ziehen, runde ich mein Gesamtergebnis auf drei Sterne auf.