schlecht geschriebenes Off-Campus-Wannabe

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kgranger Avatar

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Leider konnte mich "Don't Let Me Fall" kaum überzeugen. Die Geschichte rund um Hockey-Star Colt, der nach einem Skandal an eine neue Universität wechselt und sich dort ausgerechnet in die Freundin seines Mitbewohners verliebt, klang für mich zunächst nach einer spannenden Forbidden-Love-Story. In der Umsetzung blieb jedoch vieles hinter meinen Erwartungen zurück.

Mein größtes Problem war, dass sich das Buch wie eine schwache Kopie bekannter College- und Sports-Romance-Reihen gelesen hat, insbesondere der Off-Campus-Reihe. Viele Situationen wirkten wenig originell und kamen mir sehr vertraut vor, ohne dabei den Charme oder die emotionale Tiefe ihrer Vorbilder zu erreichen.

Auch der angekündigte Hockey-Aspekt spielt meiner Meinung nach eine deutlich kleinere Rolle als erwartet. Wer eine echte Sports Romance sucht, dürfte enttäuscht werden. Das Eishockey dient eher als Kulisse, während der Fokus fast ausschließlich auf der körperlichen Anziehung zwischen den Figuren liegt.

Besonders gestört haben mich die Charaktere. Viele ihrer Entscheidungen wirkten auf mich kindisch und naiv, zudem ziehen sich Besitzansprüche und eifersüchtiges Verhalten durch große Teile der Handlung. Das wurde zwar offenbar als romantisch dargestellt, hat bei mir aber eher Unbehagen ausgelöst.

Hinzu kommt, dass die emotionale Entwicklung der Figuren für mich kaum greifbar war. Statt tiefgehender Gefühle stehen vor allem körperliche Anziehung und sexuelle Gedanken im Vordergrund. Ein Satz auf Seite 38 bringt das für mich ziemlich gut auf den Punkt: „Der Typ ist der pure Sex auf zwei Beinen.“ Viel mehr scheint die Protagonistin über Colt lange Zeit kaum wahrzunehmen. Dadurch fehlte mir eine glaubwürdige emotionale Basis für die Beziehung.

Auch mit dem Schreibstil bin ich nicht warm geworden. Die Geschichte liest sich zwar schnell, bleibt aber oft oberflächlich und konnte mich weder emotional berühren noch wirklich fesseln.

Insgesamt war das für mich eine enttäuschende Sports Romance mit wenig Sport, wenig Emotionen und Figuren, die mich eher genervt als begeistert haben.