Verbotene Blicke und einstürzende Mauern
In ihrer Eishockey-Romance „Don't let me fall“ gelingt es Kelsie Rae die klassischen Tropes Forced Proximity (Erzwungene Nähe) und Forbidden Love (Verbotene Liebe) zu einer einzigartigen Geschichte zusammenzufügen, welche die Leserschaft durch ein Wechselbad der Gefühle jagt.
Auf den ersten Blick klingt die Story nach klassischer New-Adult-Romance. Kelsie Rae inszeniert jedoch meisterhaft das klassische „Forbidden Love“-Trope, würzt es mit einer ordentlichen Prise spice und lädt es durch den ständigen Wechsel der Perspektiven mit einer enormen, fast greifbaren Spannung auf.
Im Zentrum steht die Hauptprotagonistin, die zielstrebige Ashlyn, die in einer Beziehung mit Logan steckt – einem Mann, der es mit der Treue leider absolut nicht ernst nimmt. Als sie dann auf den unnahbaren Eishockeyspieler Colt trifft, ist diese unfassbar magnetische, knisternde Anziehung sofort spürbar. Das riesige Problem dabei ist jedoch, dass Colt bereits seit Jugendtagen ausgerechnet ein Kumpel von Ashlyns Partner ist. Der klassische „Bro-Code“ wird hier zu einem wahren emotionalen Minenfeld, was der Story zusätzliche Spannung verleiht.
Eine weitere Besonderheit ist die fantastische Mischung der Tropes. Die Tatsache, dass ein Fake-Dating-Trope aus der Perspektive einer Außenstehenden beleuchtet wird, ist einer der beeindruckenden Ansatzpunkte, mit denen die Geschichte etwas ganz Besonderes wird. Die gesamte Dynamik wurde dabei außerordentlich real und greifbar.
Der Sport ist mittlerweile für Colt zur Nebensache geworden, denn aus irgendeinem Grund hat er das Interesse daran völlig verloren, und die Gründe dafür bleiben lange im Dunkeln. Die Autorin streut anfangs nur winzige Hinweise auf seine tiefgründige Vergangenheit aus. Dieser Fakt lädt die Leserschaft zum Rätseln ein. Es stellt sich die Frage, ob es Ashlyn gelingt, im Laufe der Zeit Colts starke Schutzmauern einzureißen.
Kelsie Raes Schreibstil ist einfach modern, flüssig und lebt von herrlich schlagfertigen, humorvollen Dialogen. Das Knistern der Chemie zwischen Colt und Ashlyn ist in jeder einzelnen Zeile spürbar. Auch fängt die Autorin die typische College- und Bar-Atmosphäre perfekt ein – vom Duft nach frischem Kaffee am Morgen bis hin zur dröhnenden Live-Musik im SeaBird.
Was mich an diesem Buch psychologisch am meisten fasziniert hat, ist die messerscharfe Charakterzeichnung und die inneren Konflikte, die hier aufgebaut werden: Colt Thorne brillierte als der klassische Grumpy-Protagonist mit weichem Kern. Er weiß ganz genau um seinen schlechten Ruf, ist aber gleichzeitig der Einzige, der die Situation von Anfang an glasklar durchschaut. Seine inneren Monologe zeigen seinen moralischen Konflikt. Denn eigentlich will er den „Bro-Code“ nicht brechen, kann aber nicht tatenlos mitansehen, wie Logan ein loyales und liebenswertes Mädchen wie Ashlyn betrügt. Er ist absolut keine typische "Green Flag", zeigt jedoch im Laufe der Geschichte sein wahres Gesicht. Er drängt sich niemals auf, respektiert Ashlyns Grenzen und ist für sie da.
Ashlyn überzeugt als starke, fleißige Heldin, die sich von Colts provokanter Art nicht einschüchtern lässt. Ihr innerer Kampf zwischen der tiefen Loyalität zu ihrem langjährigen Freund Logan und der elektrisierenden Anziehungskraft, die Colt auf sie ausübt, ist psychologisch sehr nachvollziehbar beschrieben.
Logan verliert zunehmend die Sympathie der Leserschaft. Seine toxische Eifersucht wegen eines simplen T-Shirts steht im krassen Widerspruch zu seinem eigenen, rücksichtslosen Verhalten.
Was dieses Buch so richtig packend macht, ist die charakterliche Entwicklung der Figuren. Anstatt in Selbstmitleid zu versinken, gehen die Figuren in die schmerzhafte Konfrontation. Die Eishockey-Kulisse dient dabei nicht mehr nur als glitzernde Bühne, sondern wird zum perfekten Spiegelbild des inneren Kampfes: Harte Checks, Disziplin und der unbedingte Wille, für das zu kämpfen, was einem wichtig ist. Die Autorin zeigt eindrucksvoll, dass wahre Stärke nicht darin liegt, niemals zu fallen, sondern den Mut aufzubringen, nach dem tiefsten Sturz wieder aufzustehen.
Fazit: Kelsie Rae liefert New-Adult-Drama auf höchstem Niveau und beweist ein großartiges Gespür für Slow-Burn-Romance. Wer emotionale Tiefe gepaart mit prickelnder Sports-Romance und einer Prise Drama sucht, wird von diesem Buch absolut begeistert sein.
Auf den ersten Blick klingt die Story nach klassischer New-Adult-Romance. Kelsie Rae inszeniert jedoch meisterhaft das klassische „Forbidden Love“-Trope, würzt es mit einer ordentlichen Prise spice und lädt es durch den ständigen Wechsel der Perspektiven mit einer enormen, fast greifbaren Spannung auf.
Im Zentrum steht die Hauptprotagonistin, die zielstrebige Ashlyn, die in einer Beziehung mit Logan steckt – einem Mann, der es mit der Treue leider absolut nicht ernst nimmt. Als sie dann auf den unnahbaren Eishockeyspieler Colt trifft, ist diese unfassbar magnetische, knisternde Anziehung sofort spürbar. Das riesige Problem dabei ist jedoch, dass Colt bereits seit Jugendtagen ausgerechnet ein Kumpel von Ashlyns Partner ist. Der klassische „Bro-Code“ wird hier zu einem wahren emotionalen Minenfeld, was der Story zusätzliche Spannung verleiht.
Eine weitere Besonderheit ist die fantastische Mischung der Tropes. Die Tatsache, dass ein Fake-Dating-Trope aus der Perspektive einer Außenstehenden beleuchtet wird, ist einer der beeindruckenden Ansatzpunkte, mit denen die Geschichte etwas ganz Besonderes wird. Die gesamte Dynamik wurde dabei außerordentlich real und greifbar.
Der Sport ist mittlerweile für Colt zur Nebensache geworden, denn aus irgendeinem Grund hat er das Interesse daran völlig verloren, und die Gründe dafür bleiben lange im Dunkeln. Die Autorin streut anfangs nur winzige Hinweise auf seine tiefgründige Vergangenheit aus. Dieser Fakt lädt die Leserschaft zum Rätseln ein. Es stellt sich die Frage, ob es Ashlyn gelingt, im Laufe der Zeit Colts starke Schutzmauern einzureißen.
Kelsie Raes Schreibstil ist einfach modern, flüssig und lebt von herrlich schlagfertigen, humorvollen Dialogen. Das Knistern der Chemie zwischen Colt und Ashlyn ist in jeder einzelnen Zeile spürbar. Auch fängt die Autorin die typische College- und Bar-Atmosphäre perfekt ein – vom Duft nach frischem Kaffee am Morgen bis hin zur dröhnenden Live-Musik im SeaBird.
Was mich an diesem Buch psychologisch am meisten fasziniert hat, ist die messerscharfe Charakterzeichnung und die inneren Konflikte, die hier aufgebaut werden: Colt Thorne brillierte als der klassische Grumpy-Protagonist mit weichem Kern. Er weiß ganz genau um seinen schlechten Ruf, ist aber gleichzeitig der Einzige, der die Situation von Anfang an glasklar durchschaut. Seine inneren Monologe zeigen seinen moralischen Konflikt. Denn eigentlich will er den „Bro-Code“ nicht brechen, kann aber nicht tatenlos mitansehen, wie Logan ein loyales und liebenswertes Mädchen wie Ashlyn betrügt. Er ist absolut keine typische "Green Flag", zeigt jedoch im Laufe der Geschichte sein wahres Gesicht. Er drängt sich niemals auf, respektiert Ashlyns Grenzen und ist für sie da.
Ashlyn überzeugt als starke, fleißige Heldin, die sich von Colts provokanter Art nicht einschüchtern lässt. Ihr innerer Kampf zwischen der tiefen Loyalität zu ihrem langjährigen Freund Logan und der elektrisierenden Anziehungskraft, die Colt auf sie ausübt, ist psychologisch sehr nachvollziehbar beschrieben.
Logan verliert zunehmend die Sympathie der Leserschaft. Seine toxische Eifersucht wegen eines simplen T-Shirts steht im krassen Widerspruch zu seinem eigenen, rücksichtslosen Verhalten.
Was dieses Buch so richtig packend macht, ist die charakterliche Entwicklung der Figuren. Anstatt in Selbstmitleid zu versinken, gehen die Figuren in die schmerzhafte Konfrontation. Die Eishockey-Kulisse dient dabei nicht mehr nur als glitzernde Bühne, sondern wird zum perfekten Spiegelbild des inneren Kampfes: Harte Checks, Disziplin und der unbedingte Wille, für das zu kämpfen, was einem wichtig ist. Die Autorin zeigt eindrucksvoll, dass wahre Stärke nicht darin liegt, niemals zu fallen, sondern den Mut aufzubringen, nach dem tiefsten Sturz wieder aufzustehen.
Fazit: Kelsie Rae liefert New-Adult-Drama auf höchstem Niveau und beweist ein großartiges Gespür für Slow-Burn-Romance. Wer emotionale Tiefe gepaart mit prickelnder Sports-Romance und einer Prise Drama sucht, wird von diesem Buch absolut begeistert sein.