Aufräumen
Sarah und Mark Tucker leben in Oxford. Die Ehe entspricht dem Klischee Mann bringt Geld nach Hause, Frau versucht sich in verschiedenen (ehrenamtlichen) Berufen und kehrt immer wieder an den Küchenherd zurück.
Als in unmittelbarer Nähe eine Explosion ein Haus vernichtet und nur ein Kind, Dinah, überlebt beginnt Sarah nachzuforschen. Im Spital wird angedeutet, dass das Mädchen verschwunden ist.
Sarah sieht in der Überlebenden ihr Gegenstück (auch sie hat einmal ein Unglück physisch überlebt), sucht Hilfe bei der Privatdetektei Oxford Investigations und heuert Joseph „Joe“ Silvermann an. Dieser berichtet, dass der Vater von Dinah bereits vor Jahren als tot gemeldet war. Der Soldat war bei einem Einsatz zu Tode gekommen und ist nun nochmals verstorben. Auch die Explosion dürfte ein Anschlag gewesen sein. Er rät Sarah von weiteren Ermittlungen ab, zieht sich aus den Recherchen zurück und wird wenig später doch ermordet. Aber damit beginnt das „Aufräumen“ erst, denn Sarah verfolgt weiter jede noch so kleine Spur und die Gegenseite ist ihr auf den Fersen.
Mick Herron gelingt es die Spannung in diesem Roman immer weiter zu steigern. Mit der labilen Heldin Sarah, die ein Leben retten will, hat er eine neue Heldin geschaffen, die trotz Widerständen ihrem Ziel ein Mädchen zu finden folgt und – so viel sei gesagt – auch Erfolg haben wird. Der Preis ist hoch, legt sie sich doch mit einer geheimen Regierungsbehörde an, die ein Aufräumkommando befehligt, das kein Pardon kennt. Die beiden Brüder Amos und Axel sind Schurken ohne Gewissen, scheinbar von Geburt an für diese Aufgabe geschaffen, verfolgen akribisch die Suche Sarahs und räumen hinter ihr (meist blutig) auf.
Sarahs Wandlung vom Heimchen am Herd zum Racheengel geht mit Verlusten einher. Zunächst verliert sie den sympathischen Detektiv, danach trägt sie zum Kariereende ihres Mannes bei indem sie einen seiner Investoren fälschlich verdächtigt und beraubt. Letztlich wird sie Mark, der sie betrügt, gänzlich verlieren. Aber es gibt auch einen Zugewinn beim Kampf um das Leben von Dinah in der Gestalt von Zoe Boehm, der Ehefrau vom Detektiv. Gemeinsam mit dieser erhebt sie sich gegen die Diener der Krone und verbucht einen achtbaren (aber blutig erkämpften) Erfolg.
Für alle die sich mit Geheimagenten, Verschwundenen und Totgeglaubten herumschlagen wollen. Alle die Intrigen und falsche Spuren auflösen wollen, sind hier richtig. Eine Hausfrau kämpft gegen ihre Dämonen an und wird dabei zur Agentin wider Willen.
PS: Die im Untertitel angeführte Zoe Boehm tritt erst auf den letzten fünfzig Seiten in Erscheinung und auch da steht sie stets im Schatten von Sarah.
Als in unmittelbarer Nähe eine Explosion ein Haus vernichtet und nur ein Kind, Dinah, überlebt beginnt Sarah nachzuforschen. Im Spital wird angedeutet, dass das Mädchen verschwunden ist.
Sarah sieht in der Überlebenden ihr Gegenstück (auch sie hat einmal ein Unglück physisch überlebt), sucht Hilfe bei der Privatdetektei Oxford Investigations und heuert Joseph „Joe“ Silvermann an. Dieser berichtet, dass der Vater von Dinah bereits vor Jahren als tot gemeldet war. Der Soldat war bei einem Einsatz zu Tode gekommen und ist nun nochmals verstorben. Auch die Explosion dürfte ein Anschlag gewesen sein. Er rät Sarah von weiteren Ermittlungen ab, zieht sich aus den Recherchen zurück und wird wenig später doch ermordet. Aber damit beginnt das „Aufräumen“ erst, denn Sarah verfolgt weiter jede noch so kleine Spur und die Gegenseite ist ihr auf den Fersen.
Mick Herron gelingt es die Spannung in diesem Roman immer weiter zu steigern. Mit der labilen Heldin Sarah, die ein Leben retten will, hat er eine neue Heldin geschaffen, die trotz Widerständen ihrem Ziel ein Mädchen zu finden folgt und – so viel sei gesagt – auch Erfolg haben wird. Der Preis ist hoch, legt sie sich doch mit einer geheimen Regierungsbehörde an, die ein Aufräumkommando befehligt, das kein Pardon kennt. Die beiden Brüder Amos und Axel sind Schurken ohne Gewissen, scheinbar von Geburt an für diese Aufgabe geschaffen, verfolgen akribisch die Suche Sarahs und räumen hinter ihr (meist blutig) auf.
Sarahs Wandlung vom Heimchen am Herd zum Racheengel geht mit Verlusten einher. Zunächst verliert sie den sympathischen Detektiv, danach trägt sie zum Kariereende ihres Mannes bei indem sie einen seiner Investoren fälschlich verdächtigt und beraubt. Letztlich wird sie Mark, der sie betrügt, gänzlich verlieren. Aber es gibt auch einen Zugewinn beim Kampf um das Leben von Dinah in der Gestalt von Zoe Boehm, der Ehefrau vom Detektiv. Gemeinsam mit dieser erhebt sie sich gegen die Diener der Krone und verbucht einen achtbaren (aber blutig erkämpften) Erfolg.
Für alle die sich mit Geheimagenten, Verschwundenen und Totgeglaubten herumschlagen wollen. Alle die Intrigen und falsche Spuren auflösen wollen, sind hier richtig. Eine Hausfrau kämpft gegen ihre Dämonen an und wird dabei zur Agentin wider Willen.
PS: Die im Untertitel angeführte Zoe Boehm tritt erst auf den letzten fünfzig Seiten in Erscheinung und auch da steht sie stets im Schatten von Sarah.