gin tonic in oxford

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kniga Avatar

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„Down Cemetery Road“ fängt total ruhig an: Vorort bei Oxford, ganz normaler Alltag, nichts Besonderes, nichts Ungewöhnliches. Und dann passiert aus dem Nichts diese Explosion in der Nachbarschaft – und ein Kind verschwindet.

Ab da ist es vorbei mit der Ruhe. Sarah Tucker, die eigentlich eher in ihrem normalen Leben feststeckt, kann das für sich nicht einfach abhaken. Ich fand das glaubwürdig, weil sie nicht wie eine Heldin wirkt, sondern wie jemand, der plötzlich merkt: Wenn ich jetzt nichts mache, lässt es mich nie wieder los.
Die Geschichte wird mit der Zeit immer größer. Aus einem Fall wird ein Netz aus Geheimnissen, Lügen und Dingen, die offiziell angeblich nicht existieren. Ich hatte zwischendurch dieses Gefühl: Wem kann man hier überhaupt noch trauen? Und das Buch spielt genau damit.

Es wird auch ziemlich düster, ohne dass es nur auf Schock macht. Eher so ein kaltes, unangenehmes Kribbeln. Was man wissen sollte: Das ist kein „Cosy Crime“. Es ist eher dreckiger, schneller, manchmal auch zynisch. Es gibt Stellen, da muss man dranbleiben, weil viele Fäden gleichzeitig laufen. Aber wenn man das mag, wird man belohnt.

Für mich ist das ein spannender, eher düsterer Krimi, der nicht geschniegelt wirkt. Man liest weiter, weil man wissen will, wie tief das alles noch geht.