Spionagethriller mit und ohne Zoë Boehm
„Down Cemetery Road“ ist das erste Buch einer vierteiligen Krimireihe des britischen Autors Mick Herron, die bereits zwischen 2003 und 2009 herausgegeben wurde. Die deutsche Übersetzung erscheint nun anlässlich der von Apple TV+ 2025 veröffentlichten Verfilmung.
Das Cover ist typisch für den Diogenes Verlag: Die blasse Fotografie über Oxford passt zum Ort der Handlung, ist aber nicht unbedingt spektakulär.
Das Vorwort von Emma Thompson, die in der Serie die Figur Zoë Boehm verkörpert, schraubt die Erwartungen hoch. Wurden diese Erwartungen erfüllt? Zum größten Teil.
Sarah Tucker ist eine gelangweilte Hausfrau. Bei einer Explosion eines Wohnhauses in der Nachbarschaft überlebt nur die 4jährige Dinah, die aber spurlos verschwindet. Sarah setzt alles daran, das Mädchen zu finden und engagiert dafür sogar den Privatermittler Joe. Mit ihren Nachforschungen zieht sie allerdings die Aufmerksamkeit des Geheimdienstes auf sich, der sehr daran interessiert ist, die Spuren einer verdeckten Operation zu verwischen. Schon bald gerät Sarahs heile Welt aus den Fugen.
Der Schreibstil gefällt mir von Anfang an sehr gut. Vor allem die amüsanten Dialoge und der schwarze Humor sind hier hervorzuheben und machen das Buch von der ersten Seite an zu einem Lesevergnügen.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und tiefgründig. Sarahs fast zwanghafter Fokus auf ein Mädchen, das sie eigentlich gar nicht persönlich kennt, ist zunächst schwer nachzuvollziehen, doch im Laufe der Geschichte wird dies in Rückblicken schon eher verständlich.
Die Spannung nimmt kontinuierlich zu. In der Mitte des Romans kommt es dann zu einem Plot Twist, den ich so nicht erwartet hätte. Ab da überschlagen sich die Ereignisse und ich habe das Buch kaum noch aus den Händen legen können.
Der einzige Kritikpunkt ist der Untertitel des Buches, der für mich irreführend ist (Zoë Boehm ermittelt in Oxford). Es wird suggeriert, dass Zoë Boehm der Hauptcharakter der Handlung sei. Eventuell ist sie das auch in den folgenden restlichen Büchern der Reihe und in der Verfilmung, die ich bewusst noch nicht gesehen habe. Doch hier taucht sie bis zu Seite 450 nur zwei Mal kurz auf. In den letzten 100 Seiten ist sie präsenter, aber trotzdem ist der Fokus mehr auf Sarah als auf Zoë.
FAZIT: Ein lesenswert spannender Spionagethriller mit schwarzem Humor, in dem Zoë Boehm eher in den Hintergrund rückt.
Das Cover ist typisch für den Diogenes Verlag: Die blasse Fotografie über Oxford passt zum Ort der Handlung, ist aber nicht unbedingt spektakulär.
Das Vorwort von Emma Thompson, die in der Serie die Figur Zoë Boehm verkörpert, schraubt die Erwartungen hoch. Wurden diese Erwartungen erfüllt? Zum größten Teil.
Sarah Tucker ist eine gelangweilte Hausfrau. Bei einer Explosion eines Wohnhauses in der Nachbarschaft überlebt nur die 4jährige Dinah, die aber spurlos verschwindet. Sarah setzt alles daran, das Mädchen zu finden und engagiert dafür sogar den Privatermittler Joe. Mit ihren Nachforschungen zieht sie allerdings die Aufmerksamkeit des Geheimdienstes auf sich, der sehr daran interessiert ist, die Spuren einer verdeckten Operation zu verwischen. Schon bald gerät Sarahs heile Welt aus den Fugen.
Der Schreibstil gefällt mir von Anfang an sehr gut. Vor allem die amüsanten Dialoge und der schwarze Humor sind hier hervorzuheben und machen das Buch von der ersten Seite an zu einem Lesevergnügen.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und tiefgründig. Sarahs fast zwanghafter Fokus auf ein Mädchen, das sie eigentlich gar nicht persönlich kennt, ist zunächst schwer nachzuvollziehen, doch im Laufe der Geschichte wird dies in Rückblicken schon eher verständlich.
Die Spannung nimmt kontinuierlich zu. In der Mitte des Romans kommt es dann zu einem Plot Twist, den ich so nicht erwartet hätte. Ab da überschlagen sich die Ereignisse und ich habe das Buch kaum noch aus den Händen legen können.
Der einzige Kritikpunkt ist der Untertitel des Buches, der für mich irreführend ist (Zoë Boehm ermittelt in Oxford). Es wird suggeriert, dass Zoë Boehm der Hauptcharakter der Handlung sei. Eventuell ist sie das auch in den folgenden restlichen Büchern der Reihe und in der Verfilmung, die ich bewusst noch nicht gesehen habe. Doch hier taucht sie bis zu Seite 450 nur zwei Mal kurz auf. In den letzten 100 Seiten ist sie präsenter, aber trotzdem ist der Fokus mehr auf Sarah als auf Zoë.
FAZIT: Ein lesenswert spannender Spionagethriller mit schwarzem Humor, in dem Zoë Boehm eher in den Hintergrund rückt.