Skuriles Nichts
Ich habe mit Dr. No von Percival Everett meine Schwierigkeiten gehabt. Die Grundidee fand ich spannend: ein Mathematikprofessor namens Wala Kitu, dessen Name „Nichts“ bedeutet, wird in ein groteskes Abenteuer verwickelt, in dem ein Bösewicht das „Nichts“ aus Fort Knox stehlen will. Das klang für mich nach einer schrägen Mischung aus Satire, Spionageroman und philosophischem Gedankenspiel – eigentlich genau die Art von literarischem Experiment, für die Everett bekannt ist.
Doch beim Lesen habe ich gemerkt, dass ich keinen richtigen Zugang finde. Die vielen Wortspiele rund um das „Nichts“ haben mich schnell ermüdet, und die Handlung wirkte auf mich oft wie eine lose Aneinanderreihung von Ideen, statt wie eine Geschichte, die mich mitnimmt. Wala Kitu bleibt für mich mehr ein Konzept als eine Figur, und auch der Bösewicht ist so überzogen, dass ich ihn nicht ernstnehmen konnte. Dadurch fehlte mir jede emotionale Bindung zu den Charakteren.
Stilistisch merkt man Everetts Intelligenz und seinen Humor, aber genau das war für mich auch das Problem: Ich hatte das Gefühl, dass das Buch in erster Linie zeigen will, wie clever es ist. Das ist sicher witzig und originell, aber es ließ mich als Leserin eher kalt.
Am Ende hatte ich den Eindruck, dass die ganze Geschichte ins Leere läuft – und das vielleicht sogar beabsichtigt ist, weil sie eben vom „Nichts“ handelt. Trotzdem hat mich das Lesen mehr angestrengt als bereichert.
Mein Fazit: Dr. No ist ein mutiges, verspieltes und experimentelles Buch, das viele Fans von schräger Satire begeistern mag. Für mich persönlich war es jedoch zu abstrakt, zu kühl und letztlich nicht fesselnd. Ich bin mit dem Roman nicht warm geworden.
Doch beim Lesen habe ich gemerkt, dass ich keinen richtigen Zugang finde. Die vielen Wortspiele rund um das „Nichts“ haben mich schnell ermüdet, und die Handlung wirkte auf mich oft wie eine lose Aneinanderreihung von Ideen, statt wie eine Geschichte, die mich mitnimmt. Wala Kitu bleibt für mich mehr ein Konzept als eine Figur, und auch der Bösewicht ist so überzogen, dass ich ihn nicht ernstnehmen konnte. Dadurch fehlte mir jede emotionale Bindung zu den Charakteren.
Stilistisch merkt man Everetts Intelligenz und seinen Humor, aber genau das war für mich auch das Problem: Ich hatte das Gefühl, dass das Buch in erster Linie zeigen will, wie clever es ist. Das ist sicher witzig und originell, aber es ließ mich als Leserin eher kalt.
Am Ende hatte ich den Eindruck, dass die ganze Geschichte ins Leere läuft – und das vielleicht sogar beabsichtigt ist, weil sie eben vom „Nichts“ handelt. Trotzdem hat mich das Lesen mehr angestrengt als bereichert.
Mein Fazit: Dr. No ist ein mutiges, verspieltes und experimentelles Buch, das viele Fans von schräger Satire begeistern mag. Für mich persönlich war es jedoch zu abstrakt, zu kühl und letztlich nicht fesselnd. Ich bin mit dem Roman nicht warm geworden.