Atmosphärische Geschichte passend zur Herbstzeit

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Die Schwestern Mina und Buffy versuchen gemeinsam mit Bella herauszufinden, wie es sein kann, dass eine kürzlich Verstorbene als Vampir zurückgekehrt ist. Dabei haben Bella und ihre Mutter bei der Beerdigung doch alle Anweisungen genaustens befolgt, damit so etwas eben NICHT geschieht.
Und dann wird auch noch ihr Freund Varney gebissen.
Die drei Mädchen gefallen mir als Charaktere sehr gut. Sie zeigen Zusammenhalt in einer von Männern dominierten Zeit. Auch wenn sie eine mindere Schulbildung erfahren, als die Jungen, sind sie alles andere als auf den Kopf gefallen. Mina hat große Träume und tut alles dafür, dass sie in Erfüllung gehen. Ihre kleine Schwester Buffy ist sehr neugierig, an Tieren interessiert und vergöttert Mina. Außerdem ist Bella die taffe Tochter der Vorsteherin der Bestatter und hilft, wo sie nur kann. Ein rundum tolles dynamisches Trio, das mehr miteinander verbindet, als es auf den ersten Blick scheint.
Die Geschichte zeigt eindrucksvoll, dass einige Menschen für wissenschaftlichen Fortschritt und Profit einfach alles tun würden. Auch moralische Grenzen überschreiten. Ich hatte die meiste Zeit das Gefühl in einem ganz anderen Jahrhundert zu stecken und konnte mir das kleine Städtchen wunderbar vorstellen. Hier und da gab es kleine Momente, in denen ich ein wenig aus der Illusion gerissen wurde. Woher wussten die Menschen damals schon von den verschiedenen Arten von Krebs? Das passte nicht ganz in das Geschehen. Und ein wenig zu stark wurde für mich auf das Thema "Frauen sind nicht so viel Wert" eingegangen. Aber das ist Meckern auf ganz hohem Niveau.
Dracula & Töchter passt mit der düsteren Atmosphäre sehr gut in die beginnende Herbstzeit und hat mich während der grauen Tage sehr gut unterhalten. Für alle die ein wenig Grusel und Schauergeschichten mögen, ist das die richtige Lektüre für den Herbst und die Zeit rund um Halloween.