Aufregendes Vampirabenteuer

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savira Avatar

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"Dracula & Töchter" von Emma Carroll ist ein Abenteuerroman für jüngere und jung gebliebene Fans von klassischen Vampir-Horrorgeschichten.

Mina, ihre Schwester Buffy und Bella, die Tochter der angesehensten Bestatterin des fiktiven (aber deutlich an London angelehnten Ortes) Temstown, machen sich in dieser Erzählung auf die Suche nach Heilung und Ursprung einer aktuell beginnenden Vampirepidemie. Denn eigentlich sollten Vampire bei allen Vorsichtsmaßnahmen, die in der Stadt Pflicht sind, längst der Vergangenheit angehören. Aber gerade Minas bester Freund Varney ist akut betroffen, wodurch die ganze Sache noch persönlich wird. Und Hilfe scheint Mina von Dr. Polidori, dem angesehenen Universitätsprofessor, nicht erwarten zu können.
Doch es gibt noch einige Rätsel mehr: was hat es mit dem titelgebenden "Dracula" auf sich? Und was verbindet die drei Heldinnen, abgesehen von ihrem feuerroten Haar?

Der Roman ist durchwegs atmosphärisch düster gestaltet, die Handlung wird in rasantem Tempo erzählt. Immer wieder gibt es kleine Unterbrechungen, etwa um eine durchwachte Nacht unserer Heldinnen zu beschreiben, während sich draußen die Sonne blutrot am Morgenhimmel erhebt und der Frost die Steinstraßen von Temstown benetzt.
Obwohl gerade im Mittelteil, bei dem verschiedene Vampirsorten und die Arten, wie sie geheilt werden können, beschrieben werden, durchaus Humor aufkommt (wie etwa eine lebenslange Aversion gegen Knoblauch, bei Heilung durch exzessiven Verzehr von selbigem), weiß ich persönlich nicht, ob und wie sehr sich dieses Buch für den Altersbereich 10-12 eignet, obwohl es ausdrücklich ab 10+ gekennzeichnet ist. Hängt wohl vom jeweiligen Grad von "Härte" und Erfahrung mit Horror des jeweils lesenden Jugendlichen ab.

Abgesehen davon konnte auch ich als Erwachsener dem Roman einiges abgewinnen. Und wer mit Horror in Film und Literatur vertraut ist, dem werden die zahlreichen Anspielungen - Buffy, wie die Vampirjägerin; Polidori und Carmilla, Bram Stoker, Lucy Westenra, Mina (wie Mina Harker), ein Rabe namens Poe und auch die Otranto Street (wie Horace Walpoles "Castle of Otranto") - immer und immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Ich bin gespannt, was sich die Autorin für den zweiten Teil einfallen lässt.