Ungewöhnlich

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sonnenblume7575 Avatar

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Ich fand allein schon die Grundfrage schön: Kann man einen Vampir heilen? Bisher kannte ich es aus Vampirromanen immer nur, dass sie getötet werden müssen.
Ich habe das Buch unserer Tochter vorgelesen. Das Setting hat uns beiden gefallen, die Kleinstadt Temstown erinnert an das viktorianische England und ist so toll atmosphärisch beschrieben, dass man sich alles gut vorstellen kann. Die Stadt ist durch einen Fluss vom Friedhof getrennt, man muss übersetzen mit einem Fährmann - fast wie in der griechischen Mythologie der Fluss Styx!
Die drei Mädchen sind liebevoll ausgearbeitet, auch in ihrer Unterschiedlichkeit. Die Protagonistin, Mina, jobbt bei einem Arzt, weil in Temstown Mädchen nur bis zum Alter von 12 Jahren zur Schule gehen dürfen – Mina möchte aber Medizin studieren. Um den Arzt zu überzeugen, will sie ihm eine Leiche besorgen. Unsere Tochter (9) gruselte sich bei diesem Plan zunächst ein wenig, war aber gleichzeitig von der Geschichte so angefixt, dass wir immer weiter gelesen haben. Auch als Erwachsene fand ich das Buch (abgesehen von einigen Längen, die sich aber im Rahmen halten) spannend.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und vorzulesen. Der Farbschnitt der ersten Ausgabe macht sie auch zu einem schönen Geschenk. Ein Buch, nicht nur geeignet zu Halloween!