Leise und sanft

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Eigentlich macht ihre Arbeit ihr Spaß. Doch in letzter Zeit ist Hannah alles zu viel geworden, was früher gut war, genügt ihr nicht mehr. Berufliche Erfolge helfen nicht mehr über private Unzulänglichkeiten hinweg und sie weiß nicht mehr wo sie steht im Leben, was sie wirklich will. Spontan verbringt sie ein Wochenende in einer abgelegenen Hütte. Dort lernt sie die kleine Sophie kennen, die ihr die Augen öffnet.

"Drei Tage im Schnee" ist eine leise und sanfte Geschichte über eine Frau, die von der Arbeitswelt und ihrer Karriere fest im Griff gehalten wird. Aber sie ist stark und selbstbezogen genug, um festzustellen dass in ihrem Inneren etwas in Schieflage geraten ist und sucht ihren Ausweg über Einsamkeit und ungestörtes Nachdenken. Das Mädchen Sophie steht für mich sinnbildlich für Jugend, Unbekümmertheit und die eigenen kindlichen Wünsche. Mir ist bis zum Ende des Buches nicht klar geworden, ob es Sophie wirklich gibt oder sie nur Hannahs innere Gesprächspartnerin widerspiegelt. Während mir Botschaft und Inhalt des Buches sehr gut gefallen haben, empfand ich es trotzdem teilweise etwas langatmig.