Etwas sehr plastisch

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julemaus94 Avatar

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Ich versuche es immer wieder mit chinesischer Fantasy, nicht zuletzt, weil mich die zugrunde liegende Mythologie fesselt und die Bücher immer wieder durch ihre besondere Ästhetik ins Auge fallen. Da macht dieses hier keine Ausnahme.

Und auch die Geschichte um Xuan Li, der gleich an seinem ersten Tag im "Nationalen Amt für die Verwaltung und Kontrolle von paranormalen Phänomenen und speziellen Spezies" mit einem brenzligen Situation und einem außer Kontrolle geratenen Sheng Lingyuan konfrontiert wird, hat ihre spannenden und amüsanten Momente.

Allerdings gibt es so viele Enthüllungen und Wendungen, die mir in ihrer Bedeutungsschwere auch das umfangreiche Glossar nicht erklären konnte, sodass ich das Gefühl hatte, dass mir einiges an Inhalt zwischen den Zeilen verloren geht.

Viele Informationen, die für die Handlung von großer Bedeutung sind, werden leider erst nach und nach in der jeweiligen Situation enthüllt.

Verstärkt wird dieser Effekt durch den Erzählstil. Es ist ein sehr beschreibendes Erzählen, wodurch die Emotionen der Figuren sprunghaft wirken und dem Lesenden förmlich ins Gesicht gedrückt werden. Allerdings wirkt alles dadurch sehr unnahbar und wie hinter einer Scheibe. Mir zumindest fiel es sehr schwer, mich den Figuren verbunden zu fühlen.

Da halfen leider auch die wunderschönen Illustrationen nicht mehr. Ob ich diese Art des Erzählens noch für drei weitere Bände durchstehe, weiß ich noch nicht.