Herausfordernd

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rudomekato Avatar

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Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön, daran gibt es nichts auszusetzen.
Wie ich herausgefunden habe, scheint das Buch eine verschriftlichte Version eines Animes zu sein, allerdings bin ich mir nicht sicher, worauf dann der Anime basiert bzw. ob das originale Buch aus China dem zugrunde liegt. Den Anime habe ich bisher nicht gesehen, daher kann ich keinen Vergleich ziehen. Daher beschränkt sich die Rezension lediglich auf das Buch als alleinstehendes Werk. Das Konzept an sich gefällt mir. Modern Fantasy hatte ich leider noch kaum in der Hand, deswegen war es interessant, zu sehen, wie eine solche Geschichte als Buch aussehen kann. Andererseits fand ich persönlich (subjektiv) das Pacing ungleichmäßig: Die erste Hälfte des Buchs spielt an einem einzigen Abend, dann folgt in wenigen Seiten ein mehrtägiger Ablauf, worauf wieder eine in die Länge gezogene Handlung folgte. Eigentlich würde ich gerne etwas zum Ende schreiben, verzichte aber darauf, um nicht zu spoilern.
Beim Schreibstil bin ich ebenfalls ambivalent. Der Prolog ist wunderbar geschrieben (meine subjektive Meinung), die Hauptgeschichte jedoch ein bisschen verwirrend, da mittendrin mal die Perspektiven wechseln, was aufmerksames Lesen erfordert. Ein paar Stellen musste ich mehrmals lesen, um zu verstehen, was da abgeht. Ansonsten finde ich den Schreibstil in Ordnung. Ja, es ist skurril, aber trifft meinen Humor. An mehreren Stellen schmunzelte ich.
Die Hauptfiguren (v.a. Xuan Ji und Lingyuan) wirken ziemlich overpowered und der ein oder andere Nebencharakter etwas erzwungen, aber der Rest schwer in Ordnung. Abgesehen von wenigen künstlich rein-bösen Personen bewegen sich die meisten Charaktere auf moralisch grauen Stufen, was manche zumindest von den Persönlichkeiten einigermaßen relatable macht.
Insgesamt finde ich das Buch nicht schlecht. Es hat auf jeden Fall Potential.