Zwischen Begeisterung und Fragen

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jul.chens_journey Avatar

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Was war das für eine wilde Reise?
Schon mein erster Eindruck vom Buch hat mich begeistert. Sind wir ehrlich, daas Buch ist eine Schönheit. Nicht nur die Coverillustration kann sich sehen lassen, auch die Illustrationen im Innenteil des Buches sind wunderschön und geben der Geschichte ein Gesicht.
Auch die Leseprobe hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Zwischen chinesisch angehauchter Folklore und moderner Neuzeit entspinnt sich die Geschichte von Xuan Ji und Sheng Lingyuan. Das hat mir richtig gut gefallen, da ich ein großer Fan solcher Verbindungen bin.
Ich gebe zu, dass ich starke Probleme beim Lesen hatte. Ich kann auch nicht wirklich sagen ob es am Buch lag, ob es an mir lag, aber ich hatte das ganze Buch lang große Probleme mich darauf zu konzentrieren. Dabei ist es nicht kompliziert oder mit sehr ausschweifender, blumiger Sprache geschrieben, sondern sehr detailliert, aber fließend und passend. Möglicherweise lag es auch an den vielen Sprüngen zwischen den einzelnen Charakteren, die nicht gekennzeichnet wurden, sondern einfach während des Textes stattfanden. Das war sehr anstrengend, so dass ich den ein oder anderen Absatz mehrfach lesen musste. Das hat natürlich den Lesefluss behindert, was sehr schade war.
Trotzdem war die Geschichte an sich, turbulent. Sie hat Spaß gemacht. Ich mochte die Folkloreelemente. Und trotzdem war ich manchmal verwirrt was nun plötzlich geschah. Es war eine Geschichte mit der ich absolut nicht gerechnet habe.
Ein großes Fragezeichen hat mir aber die Kennzeichnung Slow Burn gegeben. Es ist wahrscheinlich der langsamste Slow Burn den ich jemals gelesen habe. Denn eigentlich sind mir nur ganz kleine Nuancen der Anziehung aufgefallen. Diese aber wirklich als Slow Burn und Enemies to Lovers zu bezeichnen finde ich hier übertrieben.
Alles in allem fand ich die Geschichte spannend, aber ich hatte meine Probleme mit der Umsetzung, die mir einfach ein bisschen zu wirr und rasant war. Ich denke auch, dass wenn man nicht in der Materie chinesischer Folklore ist, man ein bisschen Probleme mit der Geschichte haben könnte.
Trotzdem würde ich das Buch empfehlen, denn ich denke gerade bei diesem Buch kann man sicher sehen, wie vielfältig der Lesergeschmach ist.