Auf der Suche nach Antworten

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satzliebe Avatar

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Rosie Walsh nimmt uns in ihrem Roman “Du musst mich vergessen” mit nach Devon in England und lässt uns teilhaben am Leben von Carrie, einer Zwillingsmutter und Chirurgin, die nach der Verhaftung ihres ersten Mannes in Thailand fast zerbrochen wäre. In zweiter Ehe hat sie Zwillinge, für die sie ihren Beruf aufgegeben hat und erlebt nun das ganz normale Chaos, das das Familienleben mit sich bringt. Durch Zufall erfährt sie, dass ihr erster Mann aus thailändischer Haft schon vor Jahren entlassen wurde, sich aber nicht bei ihr gemeldet hat. Diese Tatsache stürzt sie in einen Gewissenskonflikt, doch sie will Antworten.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Handlungen der Protagonistin sind für mich glaubhaft und nachvollziehbar. Die Gefühle und Emotionen hat die Autorin authentisch wiedergegeben, auch als es zu einer überraschenden Entwicklung kommt.

Carrie stellt sich ihrer Vergangenheit und weiß bald nicht mehr, wem sie glauben und vertrauen kann. Wer ist Gut und wer ist Böse. Alle Menschen in ihrem Umfeld wollen nur ihr Bestes, vergessen dabei aber, dass sie über ihren Kopf hinweg handeln und sie dadurch bevormunden und ihr die Möglichkeit nehmen, mit diesem Kapitel ihres Lebens abzuschließen. Ein Kapitel, das sie bisher nicht abschließend verarbeitet und ihre berufliche Tätigkeit beeinflusst hat.

Die Auflösung der Vorgänge in Thailand habe ich so nicht kommen sehen und hat der Geschichte eine unglaubliche Wendung gegeben; da ist der Autorin ein toller Twist gelungen.

Rosie Walsh hat mich mit diesem Roman von der ersten Seite an sehr gut unterhalten. Er ist sehr viel mehr als nur eine Liebesgeschichte, fast schon ein Krimi. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, wollte ich doch wissen, wie die Geschichte endet.