Fesselnd mit einigen Schwächen

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julia.eleni Avatar

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Am meisten neugierig gemacht haben mich zunächst der Titel und die Beschreibung – ein Buch in dieser Art kannte ich bisher noch nicht. Der Einstieg ist gut gelungen, sodass man schnell in die Handlung findet. Erzählt wird überwiegend aus der Ich-Perspektive von Carrie, wodurch man einen sehr intensiven Einblick in ihre Gedankenwelt, ihr Umfeld und ihre Lebenssituation bekommt.

Mit der Zeit empfand ich diese Ausführlichkeit jedoch etwas zäh. Besonders im ersten Teil zog sich die Geschichte für mein Empfinden ein wenig in die Länge. Auch der medizinische Aspekt nahm einen recht großen Raum ein. Obwohl man merkt, wie viel Recherche dahintersteckt, hätte dieser Teil für meinen Geschmack kompakter gehalten sein können, ohne dass die Handlung darunter gelitten hätte.

Ab etwa der Mitte nimmt die Spannung dann deutlich zu. Nach und nach werden Hintergründe – vor allem rund um Johan – aufgedeckt, was die Geschichte immer fesselnder macht. Ab diesem Punkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Das Finale hat mich schließlich überrascht und rundet die Geschichte gelungen ab.

Insgesamt ein wirklich gutes Buch, das mich vor allem im zweiten Teil überzeugt hat. Mit einem etwas strafferen Einstieg wäre es für mich ein absolutes Highlight gewesen.