Schatten der Vergangenheit
Schon beim ersten Blick auf das Cover wird klar, dass uns hier kein leichter Liebesroman, sondern eine emotionale Achterbahnfahrt erwartet. Die Gestaltung wirkt ruhig, fast ein wenig melancholisch, was hervorragend zum „behüteten Leben auf dem Land“ passt, das die Protagonistin Carrie sich mühsam aufgebaut hat.
Die Geschichte setzt zwölf Jahre nach einem traumatischen Ereignis in Thailand ein. Carrie, die inzwischen ein stabiles Familienleben führt, wird durch einen Zufallsfund im Internet völlig aus der Bahn geworfen: Ihr Ehemann von damals, Johan, ist wieder frei. Marina Palezza gelingt es meiner Meinung nach sehr gelungen, die Dualität zwischen Carries sicherem Alltag und der plötzlich wieder aufflammenden, gefährlichen Vergangenheit darzustellen.
Besonders interessant ist die psychologische Komponente: Wie viel ist man bereit zu opfern, um Antworten auf Fragen zu erhalten, die man eigentlich längst vergraben hatte? Die Umsetzung des Themas Vergangenheit vs. Gegenwart ist spannend gelöst. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut, ohne dabei in unrealistische Action abzudriften.
Der Schreibstil war für mich das absolute Highlight des Buches. Ich bin sofort in die Geschichte reingekommen. Der Stil ist flüssig, bildhaft und emotional packend. Man spürt Carries Zerrissenheit in jedem Satz. Die Figurenzeichnung ist dabei angenehm authentisch. Carrie ist keine unfehlbare Heldin, sondern eine Frau mit Ängsten und Fehlern, was sie nahbar macht. Auch die Nebencharaktere, wie ihr jetziger Mann Robin, sind keine bloßen Statisten, sondern geben der Handlung die nötige Bodenhaftung.
Die Grundidee der verlorenen Liebe, die plötzlich wieder auftaucht, ist zwar nicht neu, wurde hier aber sehr atmosphärisch und mit einer spürbaren Tiefe umgesetzt. Ein kleiner Abzug erfolgt lediglich, weil manche Verhaltensweisen der Charaktere im Mittelteil etwas schwerer nachzuvollziehen und zum Teil etwas in die Länge gezogen waren. Dennoch blieb das Buch bis zum Schluss spannend und hat mich emotional abgeholt.
Ideal für Leser, die emotionale Tiefgründigkeit schätzen und Bücher lieben, die man vor lauter Spannung kaum aus der Hand legen kann.
Die Geschichte setzt zwölf Jahre nach einem traumatischen Ereignis in Thailand ein. Carrie, die inzwischen ein stabiles Familienleben führt, wird durch einen Zufallsfund im Internet völlig aus der Bahn geworfen: Ihr Ehemann von damals, Johan, ist wieder frei. Marina Palezza gelingt es meiner Meinung nach sehr gelungen, die Dualität zwischen Carries sicherem Alltag und der plötzlich wieder aufflammenden, gefährlichen Vergangenheit darzustellen.
Besonders interessant ist die psychologische Komponente: Wie viel ist man bereit zu opfern, um Antworten auf Fragen zu erhalten, die man eigentlich längst vergraben hatte? Die Umsetzung des Themas Vergangenheit vs. Gegenwart ist spannend gelöst. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut, ohne dabei in unrealistische Action abzudriften.
Der Schreibstil war für mich das absolute Highlight des Buches. Ich bin sofort in die Geschichte reingekommen. Der Stil ist flüssig, bildhaft und emotional packend. Man spürt Carries Zerrissenheit in jedem Satz. Die Figurenzeichnung ist dabei angenehm authentisch. Carrie ist keine unfehlbare Heldin, sondern eine Frau mit Ängsten und Fehlern, was sie nahbar macht. Auch die Nebencharaktere, wie ihr jetziger Mann Robin, sind keine bloßen Statisten, sondern geben der Handlung die nötige Bodenhaftung.
Die Grundidee der verlorenen Liebe, die plötzlich wieder auftaucht, ist zwar nicht neu, wurde hier aber sehr atmosphärisch und mit einer spürbaren Tiefe umgesetzt. Ein kleiner Abzug erfolgt lediglich, weil manche Verhaltensweisen der Charaktere im Mittelteil etwas schwerer nachzuvollziehen und zum Teil etwas in die Länge gezogen waren. Dennoch blieb das Buch bis zum Schluss spannend und hat mich emotional abgeholt.
Ideal für Leser, die emotionale Tiefgründigkeit schätzen und Bücher lieben, die man vor lauter Spannung kaum aus der Hand legen kann.