Packend.

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fönbo Avatar

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Ivar Leon Menger wirft uns in dieser Leseprobe hinein in die düstere Ermittlungswelt von Ex-Kommissar Stahl. Die ersten Seiten auf der Nordseeinsel Liekenoog verströmen eine herrlich ungemütliche, stürmische Atmosphäre.

Die Szenerie im Jahr 1987 gibt der ganzen Geschichte einen genialen, fast schon nostalgischen Retro-Krimi-Vibe. Der brutale Fund der entstellten Frauenleiche am Leuchtturm sorgt sofort für extremes Gänsehaut-Feeling.

Menger versteht es einfach meisterhaft, eine tiefgründige, bedrohliche Stimmung aufzubauen, ohne billige Schockmomente zu nutzen. Reizvoll ist das Zusammenspiel zwischen dem erfahrenen Stahl und dem sichtlich überforderten Inselkommissar Böhm. Dass Stahl den Fall eigentlich vor seiner Partnerin Geli als harmlosen Luxusurlaub tarnt, bringt zusätzliche Spannung rein.

Beim Lesen kann der massiven Kontrast zwischen der Inselfriedlichkeit und den Abgründen eines potenziellen Serienkillers gespürt werden.

Der Schreibstil ist gewohnt schnörkellos, extrem flüssig und fesselt ab dem allerersten Satz. Die kurzen Kapitel sorgen für ein verdammt hohes Erzähltempo, sodass die Seiten nur so verfliegen.

Überall im Grandhotel lauern verdächtige Figuren und düstere Geheimnisse, die mein Ermittler-Gen sofort geweckt haben.

Für Fans des Autors ist diese Fortsetzung ohnehin ein absolutes Pflichtprogramm.