Vom "Finster" ins "Düster". Neuer Fall, alte Bekannte und pure Gänsehaut!
Cover & Gestaltung:
Was für ein Eyecatcher, das Cover schreit förmlich nach nervenaufreibender Spannung. Das intensive, fast schon blutige Rot in Kombination mit dem tiefen Schwarz erzeugt sofort eine unheimliche und bedrohliche Grundstimmung. Es passt einfach perfekt zum ersten Teil "Finster", der ganz ähnlich aufgebaut war, damals aber in diesem knalligen, neongrünlichen Gelb statt in Rot erstrahlte. Das gibt den Büchern im Regal bestimmt einen genialen Wiedererkennungswert. Besonders gut gefällt mir die Silhouette des Hauses im Hintergrund, aus dessen Fenstern ein kaltes Licht dringt, und der kleine Junge im Vordergrund, der so verloren und verletzlich wirkt. Die fette, rote Aufschrift "DÜSTER" fügt sich hervorragend in das Gesamtbild ein und macht unmissverständlich klar, dass uns hier keine leichte Kost erwartet.
Schreibstil & Atmosphäre:
Ivar Leon Menger schafft es schon auf den allerersten Seiten der Leseprobe, eine unfassbar dichte, beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Sein Schreibstil ist gewohnt flüssig, bildhaft und kommt komplett ohne unnötige Längen aus, jede Zeile sitzt. Besonders faszinierend finde ich, wie er die Stimmung durch die verschiedenen Zeitebenen transportiert. Das Grauen im Jahr 1965, das durch die unschuldigen Augen des kleinen Jungen beschrieben wird, der sich mit seinem roten Holzauto unter dem Bett verstecken muss, während seine Mutter "Besuch" empfängt, hat mir eine regelrechte Gänsehaut verpasst. Der Kontrast zu den späteren Szenen im Jahr 1987 ist genial konstruiert und man spürt sofort dieses unterschwellige, düstere Gefühl, dass die Vergangenheit die Gegenwart ganz bald einholen wird.
Charaktere & Erwartungen:
Ich habe mich riesig gefreut, alte Bekannte wiederzutreffen. Kommissar a. D. Hans J. Stahl ist mir mit seiner skeptischen, typischen Ermittler-Art sofort wieder vertraut gewesen, auch seine kleinen Macken wie das morgendliche Ritual aus Kaffee und Zigaretten machen ihn einfach authentisch. Die Dynamik zwischen ihm und Geli, die nach wie vor das blühende Leben verkörpert und ihn wegen eines gemeinsamen Urlaubs anstichelt, bringt eine tolle, persönliche Note in die Geschichte. Auf der anderen Seite lernen wir neue, spannende Charaktere wie den schmierigen Autor Robert Wagner auf der Nordseeinsel Liekenoog kennen, der der jungen Elise nachstellt, und den verschlossenen Liftboy Hubertus, der heimlich Elises pinke Haarsträhhne in einer Streichholzschachtel sammelt. Meine Erwartungen sind nach diesem Einstieg riesig, ich erwarte ein komplexes Verwirrspiel, bei dem mal wieder jeder Dreck am Stecken hat.
Warum ich weiterlesen möchte:
Ich habe "Finster" damals absolut verschlungen und war restlos begeistert von dem genialen Miträtsel-Faktor und den unvorhersehbaren Plottwists. Da am Ende von Teil 1 noch einige spannende Nebenstorys offenblieben, brenne ich nun ungeduldig darauf zu erfahren, wie es weitergeht und ob Hans J. Stahl und Geli ihr spätes Glück behalten können. Die Leseprobe hat mich sofort wieder komplett süchtig gemacht. Wie hängt die tragische Kindheit des stummen Jungen, der die abgeschnittenen Haare seiner Mutter wie einen Schatz hütet, mit dem Verschwinden auf der Insel zusammen? Ich muss das Buch unbedingt lesen und würde mich unheimlich freuen, wenn ich hier vorab die Möglichkeit bekomme.
Was für ein Eyecatcher, das Cover schreit förmlich nach nervenaufreibender Spannung. Das intensive, fast schon blutige Rot in Kombination mit dem tiefen Schwarz erzeugt sofort eine unheimliche und bedrohliche Grundstimmung. Es passt einfach perfekt zum ersten Teil "Finster", der ganz ähnlich aufgebaut war, damals aber in diesem knalligen, neongrünlichen Gelb statt in Rot erstrahlte. Das gibt den Büchern im Regal bestimmt einen genialen Wiedererkennungswert. Besonders gut gefällt mir die Silhouette des Hauses im Hintergrund, aus dessen Fenstern ein kaltes Licht dringt, und der kleine Junge im Vordergrund, der so verloren und verletzlich wirkt. Die fette, rote Aufschrift "DÜSTER" fügt sich hervorragend in das Gesamtbild ein und macht unmissverständlich klar, dass uns hier keine leichte Kost erwartet.
Schreibstil & Atmosphäre:
Ivar Leon Menger schafft es schon auf den allerersten Seiten der Leseprobe, eine unfassbar dichte, beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Sein Schreibstil ist gewohnt flüssig, bildhaft und kommt komplett ohne unnötige Längen aus, jede Zeile sitzt. Besonders faszinierend finde ich, wie er die Stimmung durch die verschiedenen Zeitebenen transportiert. Das Grauen im Jahr 1965, das durch die unschuldigen Augen des kleinen Jungen beschrieben wird, der sich mit seinem roten Holzauto unter dem Bett verstecken muss, während seine Mutter "Besuch" empfängt, hat mir eine regelrechte Gänsehaut verpasst. Der Kontrast zu den späteren Szenen im Jahr 1987 ist genial konstruiert und man spürt sofort dieses unterschwellige, düstere Gefühl, dass die Vergangenheit die Gegenwart ganz bald einholen wird.
Charaktere & Erwartungen:
Ich habe mich riesig gefreut, alte Bekannte wiederzutreffen. Kommissar a. D. Hans J. Stahl ist mir mit seiner skeptischen, typischen Ermittler-Art sofort wieder vertraut gewesen, auch seine kleinen Macken wie das morgendliche Ritual aus Kaffee und Zigaretten machen ihn einfach authentisch. Die Dynamik zwischen ihm und Geli, die nach wie vor das blühende Leben verkörpert und ihn wegen eines gemeinsamen Urlaubs anstichelt, bringt eine tolle, persönliche Note in die Geschichte. Auf der anderen Seite lernen wir neue, spannende Charaktere wie den schmierigen Autor Robert Wagner auf der Nordseeinsel Liekenoog kennen, der der jungen Elise nachstellt, und den verschlossenen Liftboy Hubertus, der heimlich Elises pinke Haarsträhhne in einer Streichholzschachtel sammelt. Meine Erwartungen sind nach diesem Einstieg riesig, ich erwarte ein komplexes Verwirrspiel, bei dem mal wieder jeder Dreck am Stecken hat.
Warum ich weiterlesen möchte:
Ich habe "Finster" damals absolut verschlungen und war restlos begeistert von dem genialen Miträtsel-Faktor und den unvorhersehbaren Plottwists. Da am Ende von Teil 1 noch einige spannende Nebenstorys offenblieben, brenne ich nun ungeduldig darauf zu erfahren, wie es weitergeht und ob Hans J. Stahl und Geli ihr spätes Glück behalten können. Die Leseprobe hat mich sofort wieder komplett süchtig gemacht. Wie hängt die tragische Kindheit des stummen Jungen, der die abgeschnittenen Haare seiner Mutter wie einen Schatz hütet, mit dem Verschwinden auf der Insel zusammen? Ich muss das Buch unbedingt lesen und würde mich unheimlich freuen, wenn ich hier vorab die Möglichkeit bekomme.