Der Titel triffts

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habbo Avatar

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Auf dem Klappentext steht: Mengers Spezialität: „Völlig überraschende Wendungen, welche die komplette Handlung in einem neuen Licht erscheinen lassen“. Das trifft voll und ganz zu. Der inzwischen im Odenwald mit seiner Lebensgefährtin lebende Ex-Kommissar Stahl wird von der Hotelchefin eines Luxushotels auf der Nordseeinsel Liekenoog kontaktiert, weil eine ihrer Angestellten plötzlich verschwunden ist. Sie traut dem örtlichen Inselkommissar, der noch jung und unerfahren ist und auch noch nicht lange im Amt, nicht zu, die richtigen Schritte zur Auffindung der jungen Frau einzuleiten. Der Ex-Kommissar ist hin und hergerissen, weil er einerseits keinen Fall mehr annehmen wollte, er andererseits von seiner Lebensgefährtin gedrängt wird, endlich einmal mit ihr in den Urlaub zu fahren, was er hasst. Urlaub an sich. Die Hotelchefin kann ihn überreden, indem sie die Übernahme der Reisekosten und Luxusunterkunft für ihn und seine Liebste anbietet. So kann er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Glaubt er. Vor Ort muss er jedoch erkennen, dass es keinesfalls „nur“ um einen Vermisstenfall geht. Er sieht sich einer ersten Leiche gegenüber (die vermisste junge Angestellte), offenbar vom Leuchtturm gestürzt. Was der Inseldoktor schnell als Selbstmord abtut, entpuppt sich als Mord, denn wer stürzt sich splitterfasernackt vom Turm? Und dann ist da auch noch ein Auge ausgestochen, was beileibe nicht der diagnostizierte Möwenfrqss war. Es kommen weitere Leichen hinzu und man sieht sich einem Serienmörder gegenüber. Und einer erzürnten Lebensgefährtin, die bald hinter die Urlaubs-Charade gekommen ist. Die Leserschaft wird trefflich auf falsche Spuren gelockt. Da gibt es zahlreiche dubiose Gestalten, die man sehr schnell mit den sich häufenden Taten in Verbindung bringt. Da gibt es merkwürdige Verhaltensweisen und einen Handlungsstrang der sich abseits der Serienmorde entwickelt. Zum Schluss sind Ex- wie Inselkommissar völlig irritiert, denn alles, was zu passen schien, passt dann doch wieder nicht. Nebenbei wird die Geschichte des Mörders erzählt, wie alles begann, wie er sich entwickelte. Und auch das führt die Leserschaft häufig auf die falsche Spur, die sich dann plötzlich auflöst, weil die Geschichte des Mörders nun in der Gegenwart auf das aktuelle Tun trifft. Am besten, man liest das Buch in einem Rutsch durch. Das was stört, sind die übersehenen Fehler. Da wird ein Satz zweimal angefangen, da fehlen Buchstaben oder sind verdreht, da wird das Kapital zum Kapitel und so weiter. Wozu ist ein Lektorat da?