Die Todesinsel
Nachdem mich schon "Finster", der 1. Fall mit Ex-Kommissar Hans J. Stahl begeisterte, setzt Ivar Leon Menger nunmehr mit dem Nachfolger "Düster" noch eine Schippe obendrauf.
Bereits der Anfang macht dem Titel alle Ehre, als ein kleiner Junge in den 60er Jahren nach dem Mord an seiner Mutter eine grausame Kindheit durchleben muss, die seine Seele für immer zerstört.
Viele Jahre später, in den 80er Jahren, ermittelt der inzwischen pensionierte Hauptprotagonist Stahl in einer Reihe grausamster Morde auf der fiktiven Nordseeinsel Liekenoog.
Dass der Autor auch als Regisseur tätig ist, merkt man dem Buch sofort an.
Die Handlung könnte man sich perfekt auch als Film vorstellen und man fühlt sich gleich in diese Zeit versetzt mit Schlagerschnulzen a la Roy Black, Kassettenspieler, Dirty-Dancing-Film, u.v.a. damaligen Dingen.
Der Schreibstil mit den kurzen, wechselnden Kapitel ist einfach nur genial.
Jeder letzte Kapitelsatz endet entweder mit einem Cliffhanger oder einer Überraschung, bei der man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.
Die Charaktere, sympathisch oder unsympathisch, sind so lebendig beschrieben, dass man sich direkt in sie hineinversetzen kann.
Die gesamte Handlungsatmosphäre, die Inselkulisse, ihre teilweise schrulligen Bewohner und die Urlauber tragen ihr Übriges dazu bei.
Als große Kunst empfand ich auch den Wechsel zwischen angenehmen Cosy-Crime und extremen Serienmörder-Psychothriller
Das Buch liest sich so bildhaft und detailliert, dass es ein echtes Lesevergnügen bereitet, selbst wenn der Täter nicht erst am Ende enttarnt wird. Die Spannung hält sich durchgehend und buchstäblich bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau.
Der Autor dringt dabei tief in die Psyche der Täters ein und geht damit der existenziellen Frage nach: Ist man von Grund auf böse, oder wird man von den Umständen dazu gemacht? Eine Frage, die schon viele Psychologen beschäftigt hat.
Dieser Pageturner ist für mich eines der Highlights des Jahres und ich wünsche mir sehnlichst noch weitere Fälle des Sympathieträgers Stahl.
Ich habe nur noch zwei kleine Beanstandungen: Das Buch enthielt einige Tippfehler, die der Autor clever als Beweis der KI-Losigkeit begründet, und die extreme und ständige Raucherei, die mich störte, aber einfach der damaligen ungesunden Lebensweise geschuldet ist
Allen Krimifans kann ich nur ans Herz legen, diesen Thriller unbedingt zu lesen, sonst haben sie echt was verpasst!
Bereits der Anfang macht dem Titel alle Ehre, als ein kleiner Junge in den 60er Jahren nach dem Mord an seiner Mutter eine grausame Kindheit durchleben muss, die seine Seele für immer zerstört.
Viele Jahre später, in den 80er Jahren, ermittelt der inzwischen pensionierte Hauptprotagonist Stahl in einer Reihe grausamster Morde auf der fiktiven Nordseeinsel Liekenoog.
Dass der Autor auch als Regisseur tätig ist, merkt man dem Buch sofort an.
Die Handlung könnte man sich perfekt auch als Film vorstellen und man fühlt sich gleich in diese Zeit versetzt mit Schlagerschnulzen a la Roy Black, Kassettenspieler, Dirty-Dancing-Film, u.v.a. damaligen Dingen.
Der Schreibstil mit den kurzen, wechselnden Kapitel ist einfach nur genial.
Jeder letzte Kapitelsatz endet entweder mit einem Cliffhanger oder einer Überraschung, bei der man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.
Die Charaktere, sympathisch oder unsympathisch, sind so lebendig beschrieben, dass man sich direkt in sie hineinversetzen kann.
Die gesamte Handlungsatmosphäre, die Inselkulisse, ihre teilweise schrulligen Bewohner und die Urlauber tragen ihr Übriges dazu bei.
Als große Kunst empfand ich auch den Wechsel zwischen angenehmen Cosy-Crime und extremen Serienmörder-Psychothriller
Das Buch liest sich so bildhaft und detailliert, dass es ein echtes Lesevergnügen bereitet, selbst wenn der Täter nicht erst am Ende enttarnt wird. Die Spannung hält sich durchgehend und buchstäblich bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau.
Der Autor dringt dabei tief in die Psyche der Täters ein und geht damit der existenziellen Frage nach: Ist man von Grund auf böse, oder wird man von den Umständen dazu gemacht? Eine Frage, die schon viele Psychologen beschäftigt hat.
Dieser Pageturner ist für mich eines der Highlights des Jahres und ich wünsche mir sehnlichst noch weitere Fälle des Sympathieträgers Stahl.
Ich habe nur noch zwei kleine Beanstandungen: Das Buch enthielt einige Tippfehler, die der Autor clever als Beweis der KI-Losigkeit begründet, und die extreme und ständige Raucherei, die mich störte, aber einfach der damaligen ungesunden Lebensweise geschuldet ist
Allen Krimifans kann ich nur ans Herz legen, diesen Thriller unbedingt zu lesen, sonst haben sie echt was verpasst!