Düster, aber nicht finster

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Nachdem Ex-Kommissar Hans-J Stahl sich im ersten Band der Reihe(Finster) in Geli Elmenreich verguckt hat und mittlerweile zu ihr nach Katzenbrunn in den Odenwald gezogen ist, drängelt diese immer öfter auf einen gemeinsamen Urlaub. Doch Stahl ist von einem früheren Urlaub traumatisiert und sucht immer neue Ausreden.
Bis auf der Nordseeinsel Liekenoog eine junge Frau verschwindet. Die Hotelbesitzerin fürchtet um das Ansehen des Hotels, wenn die Sache bekannt wird; denn die junge Frau war eine ihrer Servierkräfte. Da sie von Ex-Kommissar Stahls erfolgreichem ersten Fall gelesen hat und sie dem jungen Inselpolizisten nicht allzu viel zutraut, bietet sie Stahl und Geli einen Luxusurlaub in ihrem Hotel an.
Geli freut sich riesig, weiß aber nichts über das Abkommen zwischen Stahl und der Hoteldirektorin. Mittlerweile ist aus dem Vermisstenfall leider ein Mordfall geworden und Stahl ist viel unterwegs mit Böhm, dem jungen Inselpolizisten, der sich viel Mühe gibt und die Ratschläge von Stahl eifrig aufnimmt.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, die in kurzen Kapiteln erzählt werden. Oft mit kleinen Cliffhangern. Wer ist der Junge, dessen Kindheit in den 1960er erzählt wird? Dass er irgendwie wieder auftaucht, wenn Stahl und Böhm 1987 ermitteln, das wird schnell klar. Aber bereits nach gut der Hälfte des Buches, wird es vom Autor aufgedeckt. Nun ist es interessant wie der Täter sich verhält und wie die Ermittlungen weiter verlaufen, ohne dieses Wissen.
Es geschehen noch weitere Morde und noch ist nicht klar, ob es sich nur um einen Täter handelt.
Spannend ist auch der Zeitpunkt der Geschichte. An Handys hat damals noch niemand geglaubt. Es gibt Telefonzellen und die ersten Anrufbeantworter (ich habe noch das feixende Gesicht meines Kollegen vor Augen, als ich das erste Mal auf einen Antwortbeantworter gestottert hatte).
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen und das Setting nicht so finster und düster wie im ersten Band.
Herr Menger: verfolgen Sie gerne weiter das Serienthema!