düstere stimmung!
ich bin ziemlich schnell in diese düstere atmosphäre reingezogen worden weil das setting auf der nordseeinsel direkt etwas beklemmendes hat. ein abgeschiedenes grandhotel, eine verschwundene junge frau und ein fall der immer größere kreise zieht das hat bei mir sofort dieses klassische thrillergefühl ausgelöst. was ich spannend fand war vor allem die kombination aus inselkulisse und der frage wem man eigentlich vertrauen kann. gerade solche abgeschlossenen orte funktionieren für mich in thrillern oft besonders gut weil man automatisch das gefühl bekommt das niemand wirklich entkommen kann und jeder etwas verbergen könnte. hans jörg stahl als ermittler fand ich interessant weil er nicht wie die typische makellose thrillerfigur wirkt. seine eigene vergangenheit und die art wie er an den fall herangeht geben der geschichte noch eine zusätzliche ebene. ich mochte das nicht nur der täter im mittelpunkt steht sondern auch die menschen die versuchen die wahrheit herauszufinden. die atmosphäre war für mich definitiv eine der größten stärken. dieses raue nordsee setting, die 80er jahre stimmung und die immer stärker werdende spannung haben gut zusammengepasst. gleichzeitig musste ich mich manchmal etwas darauf einlassen weil der fokus eher auf ermittlung und psychologischer spannung liegt als auf nonstop action. ich mochte besonders dieses gefühl das man beim lesen ständig denkt jetzt endlich zu wissen was passiert ist.. und dann doch wieder zweifelt. wer klassische psychothriller mit dunkler stimmung, geheimnissen und überraschenden wendungen mag könnte mit düster ziemlich viel spaß haben!!