Ein beklemmender neuer Fall für Ex-Kommissar Stahl
Auf der Nordseeinsel Liekenoog verschwindet eine junge Angestellte aus dem Grandhotel. Kurz darauf wird ihre grausam zugerichtete Leiche am Leuchtturm gefunden. Unter Vorgabe eines lang ersehnten, gemeinsamen Luxusurlaubs reist Ex-Kommissar Hans J. Stahl mit seiner Lebensgefährtin Geli auf die Insel. Tatsächlich soll er die Ermittlungen vor Ort unterstützen. Zusammen mit dem unerfahrenen Inselkommissar Böhm stößt er auf eine Vielzahl Verdächtiger und schon bald auf weitere Morde.
Nach dem starken ersten Fall „Finster“ war meine Vorfreude groß und auch „Düster“ hat mich insgesamt nicht enttäuscht. Ivar Leon Menger schreibt erneut sehr flüssig, prägnant und mit kurzen Kapiteln, die einen regelrecht durch die Geschichte treiben. Die häufigen Perspektivwechsel erhöhen das Tempo und lassen dabei fast jede Figur verdächtig erscheinen.
Besonders gelungen finde ich auch diesmal wieder die Atmosphäre. Das Nordsee-Setting und die 1980er-Jahre wirken sehr authentisch, während Rückblenden in die Vergangenheit nach und nach eine zweite, deutlich düsterere Ebene eröffnen. Gerade diese Passagen rund um den jungen Berti sind beklemmend und geben der Handlung psychologische Tiefe.
Auch Stahl selbst bleibt eine interessante Figur: kantig, erfahren und keineswegs der typische allwissende Ex-Ermittler. Die Dynamik mit seinem neuen unsicheren Schützling Böhm funktioniert gut, während Geli dafür sorgt, dass neben dem Fall auch Stahls Privatleben Raum bekommt.
Allerdings hat die Vielzahl an Figuren und Perspektiven ihren Preis: Besonders zu Beginn musste ich gelegentlich überlegen, wer gerade eigentlich im Mittelpunkt steht. Außerdem wirkt die permanente Aneinanderreihung von Verdächtigen und Wendungen stellenweise leider etwas konstruiert und nicht alle Nebenhandlungen werden konsequent zu Ende erzählt. Hier hätte etwas mehr Ruhe manchen Figuren und Handlungssträngen gutgetan.
Trotzdem ist „Düster“ ein atmosphärischer, spannender Pageturner. Wer Mengers Mischung aus Psychospiel, grausamen Verbrechen und überraschenden Wendungen mag, sollte auch den neue Fall von Ex-Kommissar Stahl lesen. Für mich ist dieser Thriller eine gelungene Fortsetzung mit kleinen Schwächen, aber viel Sogwirkung.
Nach dem starken ersten Fall „Finster“ war meine Vorfreude groß und auch „Düster“ hat mich insgesamt nicht enttäuscht. Ivar Leon Menger schreibt erneut sehr flüssig, prägnant und mit kurzen Kapiteln, die einen regelrecht durch die Geschichte treiben. Die häufigen Perspektivwechsel erhöhen das Tempo und lassen dabei fast jede Figur verdächtig erscheinen.
Besonders gelungen finde ich auch diesmal wieder die Atmosphäre. Das Nordsee-Setting und die 1980er-Jahre wirken sehr authentisch, während Rückblenden in die Vergangenheit nach und nach eine zweite, deutlich düsterere Ebene eröffnen. Gerade diese Passagen rund um den jungen Berti sind beklemmend und geben der Handlung psychologische Tiefe.
Auch Stahl selbst bleibt eine interessante Figur: kantig, erfahren und keineswegs der typische allwissende Ex-Ermittler. Die Dynamik mit seinem neuen unsicheren Schützling Böhm funktioniert gut, während Geli dafür sorgt, dass neben dem Fall auch Stahls Privatleben Raum bekommt.
Allerdings hat die Vielzahl an Figuren und Perspektiven ihren Preis: Besonders zu Beginn musste ich gelegentlich überlegen, wer gerade eigentlich im Mittelpunkt steht. Außerdem wirkt die permanente Aneinanderreihung von Verdächtigen und Wendungen stellenweise leider etwas konstruiert und nicht alle Nebenhandlungen werden konsequent zu Ende erzählt. Hier hätte etwas mehr Ruhe manchen Figuren und Handlungssträngen gutgetan.
Trotzdem ist „Düster“ ein atmosphärischer, spannender Pageturner. Wer Mengers Mischung aus Psychospiel, grausamen Verbrechen und überraschenden Wendungen mag, sollte auch den neue Fall von Ex-Kommissar Stahl lesen. Für mich ist dieser Thriller eine gelungene Fortsetzung mit kleinen Schwächen, aber viel Sogwirkung.