Eine großartige Reise in die 80ziger

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Mit dem Krimi "Düster" beweist Ivar Leon Menger erneut, wie meisterhaft er Spannung aufbauen kann. Der zweite Fall für den ehemaligen Kommissar Hans J. Stahl entführt auf die Nordseeinsel Liekenoog und verbindet gekonnt eine düstere Atmosphäre mit einer fesselnden Kriminalgeschichte.

Besonders beeindruckt hat mich, wie lebendig die 80er-Jahre eingefangen werden. Die Schauplätze, die Figuren und die kleinen Details lassen diese Zeit authentisch wieder aufleben. Oft musste ich deshalb zwischendurch schmunzeln, da viele Erinnerung wach wurden! Die unterschiedlichen Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und tragen dazu bei, dass man ständig dem Kommissar Stahl assistieren möchte. Irgendwann weis man aber nicht mehr, wem man überhaupt noch trauen kann.

Die Handlung entwickelt sich stetig, ohne jemals langatmig zu werden. Immer wieder gibt es neue Hinweise, überraschende Wendungen und einen Twist, der mich völlig überrascht hat. Im Nachhinein ergibt alles Sinn – genau solche Auflösungen liebe ich.

Auch emotional konnte mich das Buch überzeugen. Die Einblicke in die Vergangenheit des Täters verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe, ohne die Spannung auszubremsen. Bis zur letzten Seite bleibt das Tempo hoch und das Finale ist absolut gelungen. Die relativ kurzen Kapitel erhöhen das Lesetempo, da man ständig "nur noch ein Kapitel" lesen möchte. Ich bin regelrecht durch das Buch "geflogen", ich MUSSTE weiterlesen! Es war/ist großartig!

Dieser zweite Teil ist ein atmosphärischer, klug konstruierter Kriminalroman mit großartigen Figuren und einer Handlung, die noch lange nachwirkt. Ich freue mich schon jetzt auf den dritten Fall von Hans J. Stahl und hoffe, es werden noch unendlich viele Bücher folgen!