Eine Insel voller Geheimnisse

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Auf einer Nordseeinsel verschwindet eine junge Frau spurlos aus einem Grandhotel. Wenig später wird ihre grausam zugerichtete Leiche gefunden. Aus der geplanten Auszeit wird für Stahl schnell ein neuer Fall, bei dem es immer mehr Verdächtige gibt und die Gefahr mit jedem weiteren Mord wächst.

Ich habe mich sehr gefreut, Stahl wieder bei den Ermittlungen zu begleiten. Er war schon im ersten Band eine Figur, die ich gerne mochte, und daran hat sich nichts geändert. Noch schöner fand ich diesmal die gemeinsame Zeit mit Geli. Die beiden harmonieren wunderbar miteinander und wirken wie ein Paar, das den Alltag und das Leben wirklich miteinander teilt. Gerade weil sie nicht mehr die Jüngsten sind, fühlt sich ihre Beziehung angenehm authentisch an. Ihre kleinen Gespräche und Gesten haben mich oft schmunzeln lassen und verleihen der Geschichte zwischendurch etwas Wärme.

Der Fall selbst bleibt lange rätselhaft. Immer wieder führen neue Spuren in eine andere Richtung und ich habe mehrfach mitgerätselt, wer hinter den Verbrechen stecken könnte. Die düstere Stimmung der Insel passt perfekt zur Handlung und sorgt dafür, dass die Spannung fast durchgehend erhalten bleibt.

Nebenbei hat mir auch das Setting in den 80er Jahren gefallen. Die Zeit wird nicht nur erwähnt, sondern zeigt sich in vielen kleinen Details – vom Rauchen, das damals ganz selbstverständlich war, über die Erreichbarkeit per Festnetz bis hin zu typischen Begriffen und Redewendungen. Das wirkt nie aufgesetzt, sondern rundet die Atmosphäre stimmig ab.

Für mich war das ein gelungener zweiter Fall mit einem Ermittler, den ich weiterhin sehr gerne begleite. Vor allem Stahl und Geli machen die Reihe für mich zu etwas Besonderem.