Fesselnder Thriller mit ein paar Leichen zu viel

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timothy1971 Avatar

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Ebenso wie schon der Vorgängerroman „Finster“ hat mich auch Ivar Leon Mengers neuer Thriller „Düster“ sehr gefesselt. In kurzen Kapiteln wird die Geschichte jeweils aus der Perspektive verschiedener Protagonisten erzählt. So kann man dem Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln folgen und sich zumindest teilweise sehr gut in die Personen hineinversetzen, selbst wenn sie nicht unbedingt alle sympathisch sind. Die Haupthandlung ist Mitte der 1980er Jahre angesiedelt und hat bei mir als Kind dieser Zeit einige nostalgische Gefühle geweckt. Dazu wird in Rückblicken die Kindheit des noch unbekannten Täters geschildert und wie er zu einem eiskalten Serienmörder wurde.
Mit vielen geschickt in die Handlung eingewobenen Andeutungen wird der Verdacht immer wieder auf andere Personen gelenkt. Dazu kommen immer wieder neue Leichen, so dass irgendwann fast alle Romanfiguren entweder tot oder verdächtig sind. Trotz aller Spannung fand ich die vielen Todesfälle innerhalb eines kleinen Personenkreises auf einer überschaubaren Nordseeinsel am Ende etwas zu viel und überzogen. Dadurch habe ich mich zudem etwas durch die Handlung gehetzt gefühlt. Dennoch ist es aus meiner Sicht ein insgesamt sehr guter Thriller, wenn auch etwas schwächer als der Vorgänger.